Gespräch am Dorfbrunnen in Berghausen

Abgebildete Personen

Aufnahme: 2000

Gespräch am Dorfbrunnen in Berghausen

mn. Hatte man im letzten Jahr noch die Befürchtung, nach dem Rückzug von Herbert Krämer aus der Politik, es könne keines der beliebten „Gespräche am Dorfbrunnen" mehr stattfinden, bewiesen Sebastian Schuster und Markus Klein im Jahre 1 n. K. (nach Krämer), dass dies nicht zwangsläufig so sein muss. Sie hatten die Bürger von Berghausen und Sandscheid zu den Themen: Bebauungsplan und Umlegungsverfahren Süd-West, Ortsabrundung und zum Info­ Mobil der RSAG zusammengefunden. Bei herrlichem Wetter waren auch viele Besucher gekommen, die sich vom Dezernenten der Stadtverwaltung, Kofferath, umfassend über den Bebauungsplan 60/6 informieren ließen. Fragen der Besucher wurden bestmöglich beantwortet und Ideen zur Durchführung der Straßenführung während der erwarteten Bauphase erörtert.

Großes Interesse galt der Frage nach der Übernahme von entstehenden Kosten für die Bürger. So nahm mancheiner mit Staunen zur Kenntnis, dass es - rein rechtlich -„vorhandene" und „nicht vorhandene" Straßen gibt, die sich im Aussehen jedoch nicht unterscheiden. Wen's interessiert, ob er vielleicht auf einer nicht vorhandenen Straße wohnt - und bei einer Erschließung dann höhere anteilige Kosten zu erwarten hat - kann sich beim Tiefbauamt informieren.

In nicht allzu weiter Zukunft werden im Neubaugebiet ca. 100 Baueinheiten errichtet und alle hoffen, dass dies nicht mit allzu grossen Beeinträchtigungen für die Einwohner verbunden sein wird. Die Ortsabrundung stand dann auf dem Programm  und wurde  vorgestellt. Damit  verbunden ist auch die Möglichkeit, dass  Berghausen einmal Standort  eines  Kindergartens werden kann, wenn in Sandscheid die Kapazitäten nicht mehr ausreichen sollten und eine zweite Gruppe benötigt wird. Sebastian Schuster, Aufsichtsratsmitglied der RSAG, stellte die Mitarbeiter der RSAG kurz vor, die mit dem Info-Mobil gekommen waren und Fragen zur Mülltrennung und -vermeidung beantworteten. Sie hatten ein Quiz für die Besucher, das anschaulich machte, welcher Abfall in welchen Entsorgungsweg gehört.

Unter  dem  Punkt  „Sonstiges" merkten einige Bewohner an, dass die Parksituation  in Berghausen immer wieder einmal Probleme aufwirft und einige ganz Eilige sogar über Bürgersteige fahren. Markus Klein, der die Veranstaltung mit moderierte, machte deutlich, dass Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung nur schwer bei einem solchen Treffen ausgeräumt werden können. Da sich genügend Sponsoren gefunden hatten, konnten die "Berser" anschließend in vergnügter Runde noch manches Gespräch bei Freibier führen.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 35 vom 31. Aug. 2000; Foto und Bericht: Madeleine Majunke-Noll
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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