Eudenbach Jubiläumsempfang für Schwester Hildemaris

Abgebildete Personen

Aufnahme: 2000

Eudenbach Jubiläumsempfang für Schwester Hildemaris

St. Mit einem festlichen Hochamt in der Eudenbacher Kirche und einem anschließenden Empfang im Pfarrheim feierte die katholische Gemeinde das goldene Ordensjubiläum von Schwester Hildemaris aus Rostingen. Pfarrer Nies stellte in seiner Festpredigt das Wort „Amen" in den Mittelpunkt. Es heißt frei übersetzt auch „den Glauben erstreiten, nach ihm greifen und ihn behalten". Und das habe die Jubilarschwester getan. Sie sei dem Ruf Gottes gefolgt, habe ihren ersten Beruf aufgegeben, um Ordensschwester zu werden. Die Messe wurde gesanglich ausgeschmückt durch den Frauenchor unter der Leitung von Maria Hombeuel. Berthold Klein vom Kirchenvorstand überbrachte die Glückwünsche der Kirchengemeinde und überreichte neben einem Geldgeschenk einen Blumenstrauß mit Telefonkarten drin, weil eines der „Hobbies" der Schwester das Telefonieren sei. Für die Ortsvereine sprach Josef Göbel die Glückwünsche aus. Die Glückwünsche der Stadt überbrachte mit einem Geschenk die stellvertretende Bürgermeisterin Gisela Gärtner.

Zu Beginn der Feierstunde spielte die Feuerwehrkapelle unter Leitung von Dieter Bergmann ein Ständchen, den Stadtschreibermarsch und den Festgesang. Pavel Brochin dirigierte den Männerchor Quirrenbach beim Vortrag kölscher Lieder und dem Heimatlied „Königswinter, dort am Rheine" sowie „Freude am Leben" und „Land of hope and glory". Den Imbiss zu dem Empfang hatte die Frauengemeinschaft gespendet.

Goldenes Ordensjubiläum
Schwester Hildemaris, geboren am 13. April 1922 in Rostingen, mit bürgerlichem Namen Rosalia Weber, ist das fünfte Kind von acht Geschwistern. Von 1928 bis 1936 besuchte sie die Katholische Volksschule in Eudenbach. Unter der Verantwortung ihres Vaters war sie dann einige Zeit Stationsvorsteherin an der Endstation der ehemaligen Rhein-Sieg-Eisenbahn in Rostingen. Ab Mai 1937 bis März 1943 war die heutige Ordensschwester nach bestandener Lehre bei der Spar- und Darlehnskasse, der späteren Raiffeisenbank, in Oberpleis beschäftigt. Dann wurde sie Geschäftsführerin bei der Spardaka Aegidienberg. Ab dem 1. August 1945 bis zum 1. Februar 1946 führte sie den Haushalt von Pfarrer Schmitz in Aegidienberg. Rosalia Weber musste dann bis zu ihrem Eintritt ins Kloster am 12. März 1948 im Missionsschwesternhaus in Oberischingen bei Ulm zu Hause arbeiten.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 40 vom 05.10.2000; Foto: Groote; Text: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
Räume & Galerien
Aus den Dörfern ringsum Besondere Ereignisse Presseberichte Presseberichte 2 (ab 1990 bis 2000)
Aufrufe
602

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.