Herbert Krämer mit den Siegern des Heimatquiz

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1999

Herbert Krämer mit den Siegern des Heimatquiz

Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:

9. Gespräch am Dorfbrunnen:
Herbert Krämer demnächst als Pensionär dabei

mn. Aufgrund der schlechten Wetterlage musste die Traditionsveranstaltung vom Dorfbrunnen diesmal in die Gaststätte Müllers Marie verlegt werden. Bürgermeister Krämer hatte zum letzten Gespräch am Dorfbrunnen unter seiner Leitung eingeladen, da er am 30. September 1999 die Arbeit im Stadtrat von Königswinter beendet. Unter den Gästen waren Franz Riscop, Sebastian Schuster, Peter Wirtz, Günther Herr und Markus Klein. Zu Beginn der Veranstaltung legten die Anwesenden eine Gedenkminute für den in der Vorwoche verstorbenen Vorsitzenden des Bürgervereins, Rolf Martinet, ein, dessen Verdienste Herbert Krämer gewürdigt hatte.

Seit August 1977 haben 43 Bürgerversammlungen stattgefunden, bei denen stets Berghausener Themen diskutiert wurden. Allein 21 mal ging es um Straßen und dazugehörige Dinge wie Parkplätze und Busverkehr, dicht gefolgt von 15 mal Kanalbau und zehnmal ging es um Allgemeines zum Thema Bauen. Behandelt wurden auch Themen wie Schule, Wanderwege, ICE und Kindergarten. Als besonders schwierige Veranstaltung erinnerte sich Krämer an die Diskussion um Asylbewerber und Aussiedler im Jahr 1992. Auch Gasanschlüsse, Poststelle, Straßenreinigung, Dorfplatz und Müll-/ Altglascontainer fanden sich auf der Tagesordnung in den vergangenen Jahren.

Als zukünftige Themen stehen an: Schule Oberpleis und Kindergarten, die Verkehrssicherheit, Spiel- und Bolzplatz, Versammlungsraum, Umsetzung neuer Bebauungspläne sowie die Betreuung des Dorfplatzes. An diesem Ort stehe er demnächst als Pensionär auch helfend zur Verfügung, so der scheidende Bürgermeister, um für die Sauberkeit und eine ordentliche Bepflanzung zu sorgen. Wichtig seien ein gutes Miteinander und die Offenheit für Neues. Berghausener halten zusammen, solle es auch künftig heißen. Zusammen mit den Kindern feiern und die Älteren nicht vergessen, solle der Leitfaden für eine praktizierte gute dörfliche Nachbarschaft sein. Das waren Herbert Krämers Wünsche für die Zukunft.

Nach diesem Rückblick mit gleichzeitiger Vorausschau ging es zum Heimatquiz, bei dem 14 recht knifflige Fragen über Berghausen zu beantworten waren. Stärken konnten sich alle Versammlungsteilnehmer an dem von Marianne und Rudi Limbach gestifteten Pflaumenkuchen. Kunibert Krumm bedankte sich beim Bürgermeister für alles, was er für Berghausen erreicht hat. Unter anderem ging es um den Bebauungsplan Südwest, der endlich auf die Schiene gebracht worden sei. Der „Fürst von Berghausen" - wie Krumm Krämer betitelte - erhielt einen Riesenapplaus. Nicht zuletzt wurde auch Frau Rosemarie Krämer gedankt für all die Zeit, die sie auf ihren Gatten verzichten musste, damit er seinen Aufgaben gerecht werden konnte: „Was wäre ein Mann ohne seine Frau!"

Markus Klein, SPD-Kandidat für Berghausen, und Christiane Werner gingen aus dem Heimatquiz mit 14 Punkten (alles richtig beantwortet) als Sieger hervor und gewannen den Gutschein für ein Essen auf dem Ölberg. Erich Wasserheß und Anni Schumacher gewannen mit 12 Punkten je einen Gutschein für ein Essen beim „Kläus", und zwischen Horst Hönnig und Peter Wirtz entschied erst eine Stichfrage die Platzierung zu Gunsten von Hönnig, der damit Gewinner von drei Pizzen bei Müllers Marie wurde. Dann wurde der Bebauungsplan Südwest den Gästen erläutert, der demnächst rechtliche Gültigkeit erhalten wird. Großer Wert wurde darauf gelegt, dass der dörfliche Charakter Berghausens erhalten bleibt. Es sind 60 bis 65 Einfamilienhäuser geplant, große Grünflächen und eine gute Straßenführung.

Nach dem Umlegungsverfahren wird in spätestens ein bis zwei Jahren mit der Bebauung begonnen. Eine Erweiterung ist zur Zeit nicht geplant und müsste sich nach dem vom Land aufgelegten Flächennutzungsplan richten. Die gezielte Frage an Bürgermeisterkandidat Peter Wirtz ergab, dass auch unter seiner Führung keinesfalls beabsichtigt sei, irgendetwas zubauen zu lassen. Eine behutsame Entwicklung sei geboten, damit die bisherige Lebensweise der Bürgerinnen und Bürger erhalten bleiben könne. Die zum Abschluss aufgeworfene Frage, ob die Bürger weiterhin mit der Durchführung der Gespräche am Dorfbrunnen rechnen können, wurde vom SPD-Kandidaten Markus Klein bejaht. Sebastian Schuster schloss sich dieser Aussage vollinhaltlich an.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 34 vom 26.08.1999
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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