Aufnahme: 1999

Erntedankfest in Eudenbach

mn.  Sein 21. Erntedankfest feierte in der Turnhalle in Eu­denbach der Bürgerverein. Die ansonsten etwa nüchtern wirkende Halle, die aber bald durch Eigeninitiative erneuert werden soll, überstrahlte die herrliche Erntekrone und die mit buntem Herbstlaub ge­schmückten Tische. Zur Eröff­nung des Festes tanzten elf Ern­tepaare der Vorjahre. Erich Westhofen, der erste Vorsitzende des Vereins, begrüßte die zahlreich erschienenen Besucher. Unter ihnen auch Harry Kirchhof und Sokrates Theodo­ridis als Vertreter aus der Politik und Karl Hofmann, den Ehrenvorsitzenden des Bürgervereins. Der Vorsitzende des Bürgervereins und der Geschäftsführer, Richard Löbach, verab­schiedeten alsbald das Ernte­paar des Jahres 1988, Gerlinde und Heinz Böling, aus Amt und Würden. Die Suche nach dem neuen Erntepaar begann. Die Frage „Wie hoch war der Hühnerberg, bevor mit dessen Abtragung zum Zweck der Basaltgewinnung im Jahr 1970 begonnen wurde", sollte über die neue Königswürde entscheiden. Erich Westhofen hatte sich – wie auch schon in den Vorjahren erprobt, wieder eine Quizfrage einfallen lassen und konnte die Lösung (326 m) mit einer Landkarte aus dem Jahr 1970 belegen.

Wer auch immer im Publikum Eudenbach kurzerhand als „Voral­pengebiet" deklarieren wollte, mit 1370 m lag der Rater kom­plett verkehrt. Bei der Auflö­sung gab es ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Herbert und Irmgard Weinz und Robert und Monika Ennenbach, das erst mit der fünften Stichfrage zu Gunsten der Letztgenannten entschieden wurde. Geschäfts­führer und Vorsitzender konn­ten sodann die Insignien der Erntekönigswürde, die Kette und das Krönchen, an Robert und Monika Ennenbach aus Sassenberg übergeben. Den folgenden Ehrentanz auf die Melodie „Que sera", vorgetragen von der Kapelle „Talis­man" aus Donrath, beklatschten die spalierstehenden Gäste. Später wurde es Zeit, die Lo­se für die mit ungefähr 70 Prei­sen bestückte Tombola - Hauptgewinn ein Fahrrad – zu verkaufen. Zur weiteren Unterhaltung wurde noch ein Wettbewerb am Nagelbalken ausgetragen. Hier winkte dem Gewinner ein Weinpräsent.

Am Sonntagmorgen wurde das Erntepaar vom Bürgervereins­-Vorsitzenden abgeholt und zum Gottesdienst geleitet. Die in mehr als drei Stunden vom Vorstand des Bürgervereins gebundene Erntekrone wird nun ein Jahr lang den Eingang des Hauses des Erntepaares zieren.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 43 vom 28.10.1999; Foto und Bericht: Majunke-Noll
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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