Quirrenbacher Mühle wurde im Modell wieder lebendig

Aufnahme: 1998

Quirrenbacher Mühle wurde im Modell wieder lebendig

st. Erbaut wurde die Quirrenbacher Mühle um 1850. Jetzt hat der Eudenbacher Bürger Heinz Faßbender in mehr als 200-stündiger Arbeit dieses der Vergangenheit angehörende Kleinod nachgebaut. Für das Material (Sperrholz und Draht) hat Heinz Faßbender mehr als 500 DM ausgegeben. 1850 war zunächst nur ein Gebäude mit Wohneinheit und Mühlentrakt erbaut worden. Infolge eines schweren Gewitters während der Bauzeit soll das gelagerte Bauholz den Wassermassen nicht standgehalten haben und in Richtung Nonnenberg davon geschwommen sein.

Damalige Besitzer waren die sogenannten Mühlenherren. Die Herren mit Einfluß und Landbesitz kamen aus Aegidienberg, Hövel und aus Efferoth. Im Jahre 1900 hat Michael Balensiefen, aus der Nähe von Asbach stammend, die Mühle gekauft. Er hat dort mit seiner Frau und acht Kindern bis 1952 zum Wohle der Bauern und auch seiner Familie, besonders nach den Kriegen, gearbeitet. Eine Landwirtschaft war zwischenzeitlich auch eingerichtet worden, jedoch nur zur Eigenversorgung.

1952 wurde der gesamte Baukomplex verpachtet mitsamt dem dazugehörenden Land und Wald und später verkauft. Der neue Besitzer muß wohl alles verkommen haben lassen, denn aus dem ehemals aufgeräumten Betrieb mit Mühle wurde nach dem Verkauf, so erinnert sich Heinz Faßbender, eine wüste Baustelle. Jetzt ist lediglich noch der alte Standort der Gebäude zu erkennen. Der ehemalige Müllermeister Balensiefen starb am 17. August 1957 im Alter von 85 Jahren in Rostingen.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 3 vom 15.01.1998; Foto und Text: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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