Aufnahme: 1998
Erdgasfackel in Bockeroth feierlich entzündet
mn. Bürgermeister Herbert Krämer und Stadtdirektor Heinz-Martin Bernert entzündeten am Freitag, 13. März, im Rahmen einer Feierstunde gemeinsam eine Erdgasfackel und eröffneten damit auch in Bockeroth das Erdgaszeitalter. Als Gäste waren u. a. Birgit Schulz (Bürgergemeinschaft), Hermann Sack, Franz Riscop (MdL), Werkleiter Werner Fleißig und Stadtkämmerer Herbert Losem zugegen. Rhenag-Direktor Wolfgang Fey, der mit seinem Kollegen Alfred Richter gekommen war, zeichnete in einer Ansprache den Verlauf der Erdgaserschließung in Bockeroth nach.
Die Kanalverlegung sei ein günstiger Anlaß gewesen, die Erdgasleitung in die einmal aufgerissenen Straßen zu legen. Seit Bekanntgabe der Verlegeplanung im Mai 1997 haben sich 40 Bockerother Haushalte für die umweltfreundliche Energiequelle entschieden. Gegenüber leichtem Heizöl entlastet Erdgas bei einem derzeitigen Verbrauch von 293 Millionen kWh die Umwelt um 73.000 kg Schwefeldioxyd (SO) und 17.500 Tonnen Kohlendioxyd (C02). In Bockeroth wurden mehr als vier Kilometer Erdgasversorgungs- und Anschluß-Leitungen mit einem Investitionsaufwand von rund 750.000 DM verlegt. Insgesamt existiert in Königswinter derzeit ein Rohrnetz von 196 Kilometer Länge, über das 7500 Kunden versorgt werden. Seit 1988 wurden dafür 17 Millionen DM investiert.
Bürgermeister Krämer dankte in seiner Ansprache der Rhenag, die dauerhafte Sicherheit mit einer umweltfreundlichen Energieversorgung zum fairen Preis garantiere. Die Wahl des Milchbocks als Ort der Feierstunde mache die Verbindung von Tradition und Moderne deutlich. Der 2. Vorsitzende der Bürgergemeinschaft Bockeroth, Christian Frings, wünschte der Rhenag viel Erfolg und neue Kunden, insbesondere unter den erwarteten Neubaueigentümern. Er dankte ausdrücklich für den zügigen Fortgang bei den Bauarbeiten und die für die Einwohner möglichst gering gehaltenen Beeinträchtigungen durch notwendige Sperrungen. Ende Juni sollen die Arbeiten am Kanal und den Gasleitungen beendet sein.
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