Aufnahme: 1998
Goldhochzeit der Eheleute Lasch
Bei der Ernte auf einem Rübenfeld in der Lüneburger Heide lernten sich im September 1946 Martin Lasch und Margarethe Anders kennen. Zwei Jahre später, am 9. Oktober 1948, schlossen sie in Bergen den Bund fürs Leben. Der Goldhochzeiter erblickte am 27. Februar 1926 in Golzengut in Pommern das Licht der Welt. Nach dem Schulbesuch erlernte er den Stellmacherberuf, ehe er zum Arbeitsdienst und zur Wehrmacht einberufen wurde.
Im September 1946 wurde Martin Lasch aus amerikanischer Gefangenschaft zu einem Bauern in der Lüneburger Heide entlassen. Auf diesen Bauernhof flüchtete sich auch Margarethe Anders mit ihrer Familie.
Nach der Eheschließung blieben Martin und Margarethe noch bis 1953 in Niedersachsen. Dann zog es sie ins Rheinland und sie ließen sich in Bockeroth nieder. Dort wohnten sie zunächst in einem Haus, welches jetzt der ICE-Trasse weichen muß. Etwa zehn Jahre später kauften sie ein Grundstück in Bockeroth und bauten dort ein Eigenheim, wo sie seit 1964 zusammen mit ihrer Tochter wohnen.
In Bockeroth lernte Margarethe Lasch als „Rheinländerin aus dem Osten" schnell den rheinischen Karneval kennen. 35 Jahre war sie aktives Mitglied im Damenkomitee „Mer sen do". Sie schrieb Büttenreden und andere Vorträge. Martin Lasch fand in der neuen Heimat zunächst Arbeit im Straßenbau, dann bei Dynamit Nobél in Troisdorf und schließlich bei der Autobahnmeisterei St. Augustin, wo er 1984 pensioniert wurde. Seine Hobbys sind heute die Gartenarbeit und das Wandern.
Die Wiege der Jubelbraut stand am 10. April 1924 in Märzdorf in Schlesien. Ihren Berufswunsch als Bürokraft mußte sie bei Kriegsausbruch aufgeben und auf dem elterlichen Bauernhof mit anpacken. Ihre Hobbys sind heute außer dem Karneval die Handarbeit, Rätsellösen und die Gartenarbeit. Der Ehe entstammen ein Sohn und eine Tochter.
Zu den Gratulanten gehörten auch drei Enkelkinder und vier Urenkel.
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