Aufnahme: 1997

Die Kanalisation im Berggebiet geht zügig voran

st. Die Orte Waschpohl, Pützstück, Sand und Rübhausen werden zur Zeit kanalisiert. Die Mischwasserkanallänge beträgt 4300 Meter mit Dimensionen von 30 cm bis 120 cm. Die Bauarbeiten haben im August vor einem Jahr begonnen und werden voraussichtlich im Oktober 1997 abgeschlossen werden können. Insgesamt werden für die Kanalisation in den vier genannten Ortschaften etwa sieben Millionen Mark inve­stiert. In diesen Kosten sind ein Mischwasserpumpwerk sowie drei Schmutzwasserpumpwerke enthalten. Der Kanal liegt etwa drei Meter unter der Erdoberfläche.

In Wilmeroth entstehen ca. 1000 Meter Mischwasserkanal mit Durchmessern von 30 bis 70 cm und ein Mischwasserpumpwerk mit Störmeldung und Fernwirkübertragung. Die Gesamtkosten betragen rund 2,1 Millionen Mark. In der Ortslage Ittenbach im Bereich Kohlstraße, Beckersbitze, Honnefer Grenzweg werden teilweise bestehende Kanäle saniert und auch neue Mischwasserkanäle mit der Dimension von 30 bis 120 cm gebaut. Das Entwässerungssystem ist für Schmutz- und Regenwasser vorgesehen. Die Gesamtbaukosten betragen 2,75 Millionen Mark. Die Mischwasserkanalisation in Hüscheid und Nonnenberg mit einer Gesamtlänge von etwa 1800 Metern mit Dimensionen von 30 bis 90 cm kosten die Stadt Königswinter ca. 2,3 Millionen Mark.

Parallel zu dieser Maßnahme ist eine 4,5 Kilometer lange Transportleitung, die den Pleisbachtalsammler von Herresbach über Nonnenberg, Quirrenbach bis nach Rostingen verbindet, gebaut worden. Die Kosten dieser Leitung betrugen ca. 1,3 Millionen Mark. In Nonnenberg selbst ist zur Zeit ein Regenüberlaufbauwerk im Bau. Es wird im August in Betrieb genommen. Die Kosten für das etwa 80 Kubikmeter-Becken mit entsprechendem Überlauf zum Pleisbach sowie für die maschinelle Einrichtung, mit der auch die Transportleitung zwischen Nonnenberg und Herresbach regelmäßig gespült werden kann, betragen 0,4 Mitölionen Mark.

250-jährige Eiche wird erhalten

st. Bei  den  Kanalbaumaßnahmen in der Kastanienstraße in Sand präsentierte Fritz Werner Fleißig, Leiter des Abwasserwerkes der Stadt Königswinter eine Besonderheit. Dort steht eine prachtvolle 250 Jahre alte Eiche. Sie ist ein Naturdenkmal. Um sie zu schützen wird in diesem Bereich ein sogenanntes Vortriebsverfahren angewendet. In drei Meter Tiefe unterhalb des Wurzelwerkes, wird ein Stahlrohr eingepreßt, durch das schließlich mühelos das Kanalrohr hindurchgeschoben werden kann. Auf diese Weise bleibt die prächtige Eiche nahezu unversehrt. Allerdings sind einige Anwohner anderer Meinung. Sie hätten gerne den Baum, der sich im Privatbesitz befindet, entfernt, weil sie durch den Baum Kanalverstopfungen befürchten.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 32 vom 07.08.1997; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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