Kappesbungert wieder erstanden

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1997

Kappesbungert wieder erstanden

St. Der Ort Kappesbungert bestand bis vor etwa fünf Jahren aus nur einem Haus. Nach dem Tod des Inhabers verfällt das Gebäude mehr und mehr. Die Stadt hat das Ortsschild entfernen lassen. Nach ihrer Ansicht hat der Ort aufgehört zu existieren. Damit können sich aber die Oberhauer rundherum nicht einverstanden erklären. Weil die Stadt die Neuanschaffung eines Hinweisschildes auf Kappesbungert ablehnte, schlossen sich einige Bürger, u. a. Udo Schild, Bäckermeister in Oberpleis und Nachfahre des vormaligen Kappesbungerter Hausbesitzers, zusammen und sorgten selbst für ein neues Schild, das nun aufgestellt wurde.

Udo Schild möchte das alte Haus gerne wieder aufbauen und dort später auch einziehen. Aber aus den verschiedensten Gründen lehnten Stadt und Kreis ab. Einer der Gründe: Im Außenbereich darf nicht gebaut werden. Dem wird von den Befürwortern entgegengehalten, daß es sich nicht um einen Neubau, sondern um einen Wiederaufbau handelt. Das Haus stammt aus dem 17. Jahrhundert.

Wilbert Fuhr und Karl-Hermann Uhlenbroch setzten sich für den Erhalt ein und schrieben an den Regierungs-präsidenten, der nicht antwortete. Doch die Initiatoren gaben nicht auf und Uhlenbroch schrieb einen weiteren Brief, diesmal, zur Karnevalszeit, in rheinischem Dialekt. Dieses Schreiben wurde beantwortet und zwar auch in der Mundart: Wenn es möglich sei, wolle Antwerpes helfen.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 21 vom 22.05.1997; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
Räume & Galerien
Aus den Dörfern ringsum Presseberichte Presseberichte 2 (ab 1990 bis 2000)
Aufrufe
185

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.