Aufnahme: 1996
Zeuge unseres Glaubens! - Nachruf zum Tode von Pfarrer i. R. Franz Weber
Am Vormittag des 10. Mai 1996, im Marienmonat, starb Pfarrer i.R. Franz Weber in seiner Eisbacher Heimat.
Franz Weber war einer von uns, ein Priester mitten unter uns. Selten sind wir einem Menschen begegnet, bei dem allein die Begegnung mit ihm das sichere Gefühl von Mitmenschlichkeit, von Herzlichkeit, ja, von wohltuender Wärme vermittelte. Unsere Hand ergriff er stets mit beiden Händen. Nur eine Geste? Bei Franz Weber sicher nicht! Unser Franz, wie ihn viele Eisbacher ebenso freundschaftlich wie respektvoll nannten, war ganz und gar Seelsorger "zum Anfassen"; auch Hände sprechen eine beredte Sprache!
Über seine schwere Erkrankung - um die er wußte - hat er nie ein Sterbenswort verloren, geschweige denn, sie zum Anlaß genommen, seine Kräfte zu schonen. Franz Weber nahm nicht sich sondern die Liebe Gottes und seine Mitmenschen wichtig und war gerade deshalb im reinsten Wortsinn Diener. Bescheidenheit und unerschütterliches Gottvertrauen waren Tugenden, die er uns allen beispielhaft vorlebte. Seine besondere Verehrung unserer Gottesmutter ist manchmal nicht verstanden, gelegentlich belächelt worden. Ja, Franz Weber lebte unseren Glauben ganz und nicht nur dort, wo dies noch in unsere angeblich aufgeklärte Welt paßt. Die Mutter Gottes, Maria, war für ihn der Weg zu Gott.
Glaubhafter als durch ihn kann unser Glaube wohl kaum gelebt werden. Franz Webers Tod schmerzt auch uns. Sein freundlicher Gruß, sein herzlicher Händedruck, seine Fragen nach unserer Redaktionsarbeit, seine zaghafte Bitte um einen Artikel, sein aus dem Herzen kommender Dank, seine Teilnahme an unseren kleinen Familienereignissen, - diesen guten und treuen Freund, werden wir vermissen.
Franz Weber, danke!
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