Aufnahme: 1996
Goldene Hochzeit bei Peters in Hasenboseroth
st. Nach dem Polenfeldzug 1939 kam Gustav Peters in Einquartierung nach Hasenboseroth. Dort lernte er die hübsche und noch junge Christina Gies kennen. Sieben Jahre später nach Kriegsende am 5. September 1946 schworen sie sich ewige Treue. Während des gesamten Krieges blieben die jungen Leute in brieflicher Verbindung, und der junge Gustav machte in seinem Urlaub von der Front regelmäßig einen Abstecher nach Hasenboseroth bei Oberpleis. Gustav geriet nicht in Gefangenschaft und bewarb sich sofort nach der Rückkehr bei der Stadt Bonn, wo er auch angenommen wurde. Dort blieb er 40 Jahre als Werkschlosser und Oberleitungsmonteur. Der Goldhochzeiter wurde am 3. Februar 1917 in Haien bei Osnabrück geboren. Nach dem Schulbesuch verließ er zunächst das Elternhaus und ging mit guten Bekannten auf einen Bauernhof nach Pommern.
Es war nämlich der Wunsch des jungen Gustav, Landwirt zu werden. Doch nach vier Jahren bekam er Heimweh und kehrte nach Hause zurück. Dort wartete bereits die Einberufung auf ihn, und er mußte wiederum sein Elternhaus verlassen. Die Hobbys des „Goldenen Ehemannes" sind vielseitig: Gartenarbeit, Singen als 2. Tenor im Männerchor Westerhausen, wo er seit 15 Jahren eifriger Sänger ist und vor allem Volksmusik liebt. Er läßt mit seiner Frau keine Veranstaltung der Niederdollendorfer Bläserfreunde aus, denn Blasinstrumente lieben Gustav und Christina besonders. Beide besuchen regelmäßig den Seniorenkreis. Außerdem läßt er keine Sportsendung, egal welche Sportart, im Fernsehen aus. Sogar ganze Nächte opfert er für den Sport.
Und während er zum Singen geht, nimmt Ehefrau Christina Volksmusik auf Kassetten auf, vor allem Musik mit Karl Moik, Marianne und Michael sowie Peter Alexander. „Mit Heino habe ich es nicht so", meinte die Jubelbraut, die am 28. Dezember 1924 in Hasenboseroth das Licht der Welt erblickte. Sie ist bis heute ihrer Heimat treu geblieben. Während der Gatte bei der Stadt Bonn einer Beschäftigung nachging, führte sie zunächst einen Getränkevertrieb und dann eine Gemischtwarenhandlung, bis ihr die großen Supermärkte das Geschäft zunichtemachten.
Aber ohne Arbeit konnte sie nicht sein und wurde noch für mehrere Jahre Verkäuferin im Bonner Hertie. Heute vertreibt sie sich die Zeit mit Handarbeit und dem Lesen vom Romanen. Sowohl Gustav als auch Christina sind lustige Menschen und feiern gern. So kommen etwa 150 Gratulanten zur Goldhochzeitsfeier am 5. September um 18 Uhr ins Zelt, welches hinter ihrem Haus aufgebaut wird. Am 7. September ist eine Dankmesse in der St. Pankratius-Kirche um 17 Uhr. Danach feiern sie mit Verwandten und Bekannten im lttenbacher Hotel „Zur Alten Post". Der Ehe entstammen ein Sohn und eine Tochter. Diese schenkten ihren Eltern zwei Enkelkinder und einen Urenkel.
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