Waldfest im Heestern Bösch

Aufnahme: 1996

Waldfest im Heestern Bösch

St. Im Heestern Bösch bei Quirrenbach trafen sich zahlreiche Freunde des Gesanges. Dorthin hatte der Männerchor Quirrenbach im 90. Jahre seines Bestehens zum traditionellen Waldfest eingeladen, einem Waldgelände zwischen Berghausen und Hühnerberg. Zur Eröffnung des Festes am Freitagabend war auch Bürgermeister Herbert Krämer erschienen. Das Festgelände war ja nicht weit von seinem Wohnsitz entfernt.

Der Dämmerschoppen war sehr gut besucht. Über 80 Prozent der Gäste waren Jugendliche. Am Samstagabend wurde das Fest mit Tanz und Unterhaltung fortgesetzt. Eine Stunde lang sang und spielte eine siebenköpfige Gruppe aus dem Chor, die sich „De Fründe" nennt, kölsche Lieder und sorgten so für eine tolle Stimmung.

Der dritte Tag, der Sonntag, wurde mit einer Morgenandacht eingeleitet. Diakon Vester sprach die Gebete. Die Musik-kapelle der Feuerwehr Eudenbach spielte dazu „Alles meinem Gott zu Ehren", „Lobe den Herrn" und „Großer Gott wir loben Dich".

Der Chor verschönerte den kirchlichen Auftakt mit dem Vortrag „Die Himmel rühmen", „Der Tag des Herrn" und
„My Lord, What a morning". Dabei ließen Karl-Hermann Uhlenbroch und Josef Schneider ihre Solostimmen ertönen.
Als Lektoren fungierten Georg Lichtenberg, Wolfgang Kwoczalla, Gisela Klaebe und Josef Goebel. Die Feuerwehrkapelle spielte auch zum anschließenden Frühschoppen auf.

Am Mittag gab es Gegrilltes und andere Köstlichkeiten und nachmittags für die Erwachsenen Kaffee und Kuchen.
Die Kinder hatten ihre helle Freude bei den Kegelspielen, an der Wurfmaschine, beim Ringewerfen und beim Schildkrötenrennen. Die Preise für die Kinder-spiele hatten die Volksbank, die Kreissparkasse, die landwirtschaftliche Versicherungsgesellschaft Münster (Matthias Radermacher) und die Miele-Vertretung (Wasserheß) gestiftet.

Für die Kaffeetafel waren 45 Kuchen und eine Jubiläumstorte „90" gestiftet worden. Unliebsam war bei der Eröffnung eine Schlägerei zwischen mehreren Jugendlichen. Grund: Sie hatten sich alle in das gleiche Mädchen verliebt. Vor dem Fest - mit dem Aufbau wurde am Dienstag begonnen - wurde das Waldgelände von den Sängern von Unrat befreit.
20 freiwillige Helfer sammelten Papier, Dosen, Flaschen und vieles andere mehr in Eimer und Säcke. Übrigens: Beim Waldfest waren etwa 50 Sänger und ihre Frauen im Helferdienst.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 35 vom 29.08.1996; Foto und Text: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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