Aufnahme: 1995
Ortsschilder wurden in Bockeroth aufgestellt
st. Nach der kommunalen Neugliederung verschwanden die Ortsschilder der kleineren Orte im Hinterland des Siebengebirges. Seit Jahren wünschen sich aber die Bewohner ihre Ortsnamensschilder zurück, wenn sie auch keine kommunalpolitische Bedeutung mehr haben. Die Stadt ist aus finanziellen Gründen nicht in der Lage, diesen Wunsch, der vor allem in Düferoth und Friedrichshöhe laut wurde, zu erfüllen. Jetzt hat sich dort die Stieldorfer CDU bereit erklärt, jeweils an den Ortseingängen Namensschilder anzubringen. Kosten: 320 DM.
Urkundlich taucht der Ortsteil „Bockeroth" erstmals eindeutig als „Buchenrode" im Jahre 1121 auf. Der Kölner Erzbischof Friedrich I. bestätigte die Verfügung des Siegburger Abtes, wonach die abgabenpflichtigen Höfe in Buchenrode ihre Abgaben erhöhen sollten, um so die Versorgung der ständig wachsenden Zahl der Mönche sicherzustellen. Dagegen tritt Friedrichshöhe erst im Jahre 1848 als Standort einer Krautfabrik in die jüngere Geschichte ein. Wie die Namensgebung „Düferoth " (Rodung des Teufels) zustande kam, ist ungeklärt.
Von 1816 bis 1818 machte sich ein Herr Baeyer, Leutnant im 36. preußischen Infanterieregiment, auf Befehl des Freiherrn von Müffling die Mühe, u. a. die Ortsteile Bockeroth und Düferoth aufzuzeichnen. Damals konnten 39 Häuser in Bockeroth und 14 in Düferoth gezählt werden. Anläßlich der Gebietsreform 1969 wurden die Ortsteile Bockeroth, Friedrichshöhe und Düferoth, wie die meisten Orte der früheren Gemeinde Stieldorf, nach Königswinter eingemeindet und zu einem Ort „Bockeroth" zusammengefaßt.
Unter Zugrundelegung der historischen Abgrenzungen stellte der Rat der Stadt Königswinter in seiner Sitzung am 19. Dezember 1988 u. a. die Stadtteile Friedrichshöhe und Düferoth als gesonderte Stadtteile fest. Trotz dieser Abgrenzung sind die Ortsteile Bockeroth, Friedrichshöhe und Düferoth im planungsrechtlichen Sinne ein Ort.
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