Aufnahme: 1995
Sketche in Mundart bei der Kath. Frauengemeinschaft Eudenbach
Theater und Sketche in Mundart bestimmten den Nachmittag nach einer Kaffeetafel bei der Katholischen Frauengemeinschaft Eudenbach im Pfarrheim. Alle Darbietungen entstammten der Feder von Annelore Broscheid. Nicht nur, daß sie alle Stücke „fabrizierte", führte sie auch durch das Programm, trug das selbst verfaßte Gedicht „Vom Köbes un Dröck" vor und spielte auch selbst eine Telefongeschichte. Bei einem Heiratsinstitut wollte sie ihren Frust über ihren Mann loswerden und einen neuen Lebensgefährten suchen. Es wurden auch Männer angeboten, aber alle hatten Fehler. Der Letzte, der ihr angeboten wurde, war ein reicher Mann mit Yacht und vielem mehr. Doch dieser Gentleman hatte eine „Pläät". Da blieb Annelore Broscheid zum Schluß des Telefonats doch lieber „bei ihrem Ahl".
Viel Applaus gab es auch beim Sketch „De Ärzezupp". Die Rolle des Kättchens mimte Maria Henseler. Sie erzählte ihrer Freundin, dem „Stina Knollenfeld", von den Problemen der Essenszubereitung für ihren Mann, dem nichts so schmeckte wie bei Muttern. Erst als die Suppe durch das Gequatsche der Frauen angebrannt war und sie so dem „Bärtes" (Rita Schöneberg) vorgesetzt wurde, fiel er seiner Frau um den Hals und meinte: „Endlich wie bei Muttern."
Einen Knüller hatte auch Pfarrer Karl-Josef Nies mitgebracht. Er trug ein Gedicht mit in Vergessenheit geratenen Mundartwörtern vor. Köstlich war auch die Szene von der silbernen Hochzeit. Das Festessen wurde in einer Gaststätte eingenommen, wobei der Ehemann „Mänes" alias Maria Hombeuel, ungeduldig auf das Essen wartete, denn die Bedienung (Marliese Landsberg) war nicht von der schnellen Truppe. Ehefrau „Dröck" wußte ihren Mann aber auch nach 25 Jahren noch zu beruhigen.
Beifall dann für die Gerichtsszene „Strafsache Egon Knüles". Die Richterin mimte Angelika Limbach. Marlies Meier spielte den Staatsanwalt „Ihfesecker". In der Gestalt der Rechtsanwältin „Dr. Botze Quasselschnüss" sah man Josefine Limbach. Den Angeklagten „Knüles" spielte Gretchen Klein und in weiteren Rollen Hannelore Heinrich, Renate Weber, Elisabeth Münch und Brigitte Winterseheid. Zwischendurch gab es Klaviermusik, gespielt von Olga Meurer, und auch der Singkreis der Frauengemeinschaft unter der Leitung von Maria Hombeuel trat auf.
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