Abgebildete Personen
Aufnahme: 1994
Neues Heim für die Sportler - TuS Eudenbach setzte auf „Hand- und Spanndienste" seiner Vereinsmitglieder
st. „Glückliches Eudenbach, das ein so schönes Sportjugendheim in dieser herrlichen Lage sein eigen nennen darf." Mit diesen Worten überbrachte Bürgermeister Herbert Krämer die Glückwünsche der Stadt Königswinter zur Einweihung des neuen Sportjugendheimes, direkt am Sportplatz und am Waldrand gelegen, mit Blick auf das Siebengebirge. Der Bürgermeister wies in seiner Ansprache darauf hin, daß die Oberhauer nicht nur jetzt beim Hausneubau kräftig mit Hand angelegt haben, sondern auch schon 1912 bei der Gründung des Sportvereins Eudenbach hätten sich die Mitglieder durch große Hilfsbereitschaft ausgezeichnet. Selbst Karl-Walter Göbler, seit 1974 Vorsitzender des TuS, habe an die 500 Stunden tatkräftig am Bau mitgeholfen. Mit dem neuen Heim sei der Wunsch verbunden, noch mehr als bisher die Jugend einer sinnvollen sportlichen Beschäftigung zuzuführen.
Die kirchliche Weihe vollzog Pfarrer Josef Weyler. Seit November 1992 wurden von den TuS-Mitgliedern 4300 freiwillige Arbeitsstunden für das neue Sportjugendheim geleistet. Jeweils eine Uhr mit dem Königswinterer Stadtwappen überreichte der Bürgermeister für unermüdlichen Arbeitseinsatz an den Vorsitzenden Karl Walter Göbler, seinen Stellvertreter Manfred Zumhoff sowie an die Vorstandsmitglieder Ernst-Theo Pinnen und Hans Bernhard Pinnen.
Ein Wappen des Rhein-Sieg-Kreises in Holz überbrachte Landrat Dr. Franz Möller mit der herzlichen Gratulation des Kreises. Der Kreissportbund gratulierte durch Sebastian Schuster und seinen Vorgänger Hans-Peter Kolombo mit einem Dreihenkelkrug. Einen Wimpel brachte Helmut Schurwanz vom Fußballverband Kreis Sieg mit. Weiter gratulierten Franz Riscop von der CDU, Peter Karall vom Stadtsportbund mit einem Wimpel und einem Fußball sowie Harry Kirchhof von der SPD: „Mit der Einweihung können wir Oberhauer stolz dieses Bauwerk in Benutzung nehmen. Es soll eine Stätte der gesellschaftlichen Bindung und auch des fröhlichen Feierns sein. Zwischenmenschliches Verstehen möge gestärkt werden und viele faire sportliche Wettkämpfe sollen hier ihren Abschluß finden." Mit Geldgeschenken gratulierten Volker Herrmann von der FDP, Erich Westhoven vom Bürgerverein, Leo Meis von der Feuerwehr, Ludger von der Pütten-Blum von der Karnevalsgesellschaft sowie Ursula und Berthold Klein im Auftrag der Oberhauer CDU. Karl Blume vom Tennisverband Mittelrhein brachte gleich einen Eimer voller Tennisbälle als Geschenk mit. Die Feierstunde wurde gesanglich vom Männerchor Quirrenbach untermalt.
Das alte Sportjugendheim, später als „Hans-Weingartz Heim" nach dem damaligen verdienstvollen TuS-Vorsitzenden benannt, wurde im Jahre 1972 vom Westdeutschen Fußballverband erbaut. Im Jahre 1977 wurde es dem TuS Eudenbach durch Schenkung übertragen. In den letzten zehn Jahren ist die Mitgliederzahl des Vereins auf 700 gewachsen. Da sich der TuS stets um die Förderung der Jugendarbeit im Breitensport bemühte, wurde der Fußballverein um die Abteilungen Tischtennis, Freizeitsport, Tennis und Tanzsport erweitert. Zwangsläufig kam man dann zu der Erkenntnis, daß das vorhandene Sportjugendheim in keinster Weise den heutigen Ansprüchen im Sanitär- und Umkleidebereich entsprach. Die Durchführung eines geregelten Sportbetriebes war für die nächsten Jahre infrage gestellt. So wurde im Jahre 1987 ein Sanierungs- und Erweiterungsplan ins Auge gefaßt. Doch der desolate Bauzustand veranlaßte den Regierungspräsidenten, diese Baumaßnahme als nicht förderungswürdig anzusehen.
Nun gingen die Überlegungen in Richtung Neubau und damit Abriß des lang gedienten „Hans-Weingartz-Sportheimes". Nach mehreren Planvorstellungen, die viel Zeitaufwand und Mühen mit sich brachten, gelang es dann, das Ziel Neubau mit Zuschüssen und Genehmigung zu erreichen. Der TuS bekam von der Stadt 200.000 DM, vom Land -121.228 DM, vom Kreis 30.000 DM und vom Landessportbund 60.000 DM. Da die Fertigstellungskosten des neuen Hauses mit etwa 580.000 DM errechnet wurden, verblieb ein großer Anteil als Eigenleistung des Vereins.
Der Abriß des alten Gebäudes wurde mit 25 freiwilligen Helfern in zwei Tagen geschafft. Nach diesem positiven Anfang folgten dann noch 4300 freiwillige Arbeitsstunden der Mitglieder. Das Gebäude ist 2 1/2-geschossig. Im 109 qm großen Keller befinden sich Umkleide- und Duschräume für die Fußballer, der Schiedsrichterraum, ein Versorgungsraum so wie ein Sportgeräte- und Pflegeraum. Das Erdgeschoß mit 167 qm beinhaltet Umkleide und Duschräume für die Tennissportler, das WC für Damen und Herren, ein Jugend- und Versammlungsraum, Küche, Lagerraum und die Garderobe. Im Dachgeschoß mit 60 qm sind untergebracht: Das Geschäftszimmer, ein Aufenthaltsraum für die Tennisspieler und die Heizungszentrale, die mit Flüssiggas betrieben wird.
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