Sketche in Oberhauer Mundart zum Jubiläum der Frauengemeinschaft

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1994

Sketche in Oberhauer Mundart zum Jubiläum der Frauengemeinschaft

st. In humoristischer Form feierte die Katholische Frauen­gemeinschaft Eudenbach ihr zehnjähriges Bestehen. Noch recht jung an Jahren beschei­nigte die Dekanatsleiterin lrm­gard Staab den Oberbauer Frauen, daß sie eine der aktiv­sten Gemeinschaften im Deka­nat sind. Pfarrer Josef Weyler hatte in Oberpleis während seiner Tätigkeit dort eine eifrige Frauengemeinschaft kennengelernt. Als er dann nach Euden­bach versetzt wurde, nahm er sich vor, auch hier eine Frauen­gemeinschaft ins Leben zu ru­fen. Nach seinen eigenen Wor­ten bei der Jubiläumsfeier im Pfarrheim, ist ihm das gut ge­lungen.

Pfarrer Josef Nies hatte seine Glückwünsche in Versform gefaßt. Unter Mandolinenbegleitung trug er sie gesanglich vor und die Frauen sangen den Refrain kräftig mit. Meinte die Vorsitzende Annelore Bro­scheid, den Pfarrer könne man sehr gut in der Theatergruppe gebrauchen. Diese bestimmte dann nach der reichhaltigen Kaffeetafel das Geschehen des Nachmittags. Die Sketche hatte die Vorsitzende in Oberhauer Mundart verfaßt.

Schon das erste Stück sorgte für Heiterkeit. Die Frau Quas­selmeier (Renate Weiter) suchte eine Haushälterin.
Die Frau Hochnas (Josefine Limbach) wollte für Putzen, Bügeln und Kochen eine zusätzliche Hilfe und zum Einkaufen ein eigenes Auto haben, dazu eine eigene Sauna. Mit diesen Wünschen kam sie natürlich für die Stelle nicht infrage. Zu unsauber war dann die Frau Klötschmann (Marlies Meier) und wurde des Hauses verwiesen. Schließlich erhielt Frau Usbeka aus Usbekistan (Maria Henseler) die Stelle, weil sie alles kochen und alle Hausarbeiten bei der Quas­elmeier und ihrer Enkelin (Renate Wolter) erledigen wollte.

Wie zu hören war, nannte man um die Jahrhundertwende die Oberhauer „Suufläbbsche". Dieser Spitzname rührte von ei­ner besonderen Suppe her. Und darauf hatte Annelore Broscheid einen Text verfaßt, der zu einer bekannten Melo­die, die Pfarrer Nies auf der Mandoline spielte, gesungen wurde. Köstlich auch der Sketch vom Kaugummi mit Marita Pinnen als „Käueskäuer", Marliese Landsberg als „ahl Möhn" und Maria Hombeuel als „Junge". Kein Auge blieb trocken bei der Szene im Hutgeschäft mit Gretchen Klein als Käuferin und Brigitte Winter­scheid als Verkäuferin. Doch der absolute Höhepunkt der Darbietungen war der Sketch „Die Operation" (auch von An­nelore Broscheid), in dem „et Jösefchen" eine Blinddarmentzündung hatte. Der Vater als gelernter Metzger wollte zunächst selber die Operation übernehmen, traute sich dann aber doch nicht. Tränen wur­den gelacht über die Akteure Maria Koll, Angelika Limbach, Elisabeth Münch und Maria Hombeuel.

Durch den Nachmittag führte Annelore Broscheid. Sie ver­las nach der Begrüßung ein Ge­dicht und Olga Meurer, die den musikalischen Part des Nachmittags übernommen hatte, brachte ein Geburtstagsständ­chen zu Gehör.
Die Mitglieder des Singkreises der Frauengemeinschaft untermalten die Veranstaltung mit einigen Lie­dern und zum Abschluß sang man „Der Mond ist aufgegan­gen".

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 48 vom 01.12.1994; Foto und Bericht: Günher Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ); Annelore Broscheid: Namensliste
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