Richtfest zum Neubau des Eudenbacher Jugendheimes

Aufnahme: 1993

Richtfest zum Neubau des Eudenbacher Jugendheimes

st. In einer Rekordzeit von 2 1/2 Monaten entstand der Rohbau des neuen Sportjugendheimes in Eudenbach. Am 25. November wurde zunächst innerhalb von zwei Tagen der Altbau niedergelegt. Dann begannen die Arbeiten am Neubau. Zum Richtfest konnte der TuS-Vorsitzende Karl-Walter Goebler die Bauarbeiter willkommen heißen. Er gab dann einen kleinen Rück­blick auf die Baugeschichte des inzwischen sanierungsbedürfti­gen Altbaues und den Neubau. Das alte Sportjugendheim wurde im Jahre 1952 vom Westdeutschen Fußballverband erbaut. Im Jahre 1977 wurde es dem TuS Eudenbach durch Schenkung übertragen. In den letzten zehn Jahren ist die Mitgliederzahl des Vereins auf fast 700 gestiegen. Der Verein war stets um die Förderung der Jugendarbeit und des Brei­tensports bemüht, was sich in den sportlichen Erfolgen der einzel­nen Abteilungen wie Fußball, Freizeitsport, Tanzsport, Tisch­tennis und Tennis widerspiegelt. Außerdem wurde inzwischen der vierte Tennisplatz durch den Verein fertiggestellt.

Der Verein mußte also zwangsläufig zu der Erkenntnis kommen, daß das vorhandene, fast 40-jährige Sportjugendheim, in keinster Weise mehr den heutigen Ansprüchen im Sanitär- und Umkleidebereich entspricht. Die Durchführung eines geregelten Sportbetriebes wäre für die   kom­menden Jahre sehr infrage gestellt gewesen. So wurde im Jahre 1987 ein Sanierungs- und Erweiterungsplan ins Auge gefaßt. Der desolate Bauzustand veranlaßte den Regierungspräsidenten, diese Baumaßnahme als nicht förde­rungswürdig anzusehen. So gin­gen die neuen Überlegungen in Richtung Neubau und damit Abriß des lang gedienten Hans­- Weingartz-Sportheimes.

Nach mehreren Planvorstel­lungen wurde dann endlich der jetzige Plan genehmigt und die Zuschüsse sichergestellt. 
Die Stadt Königswinter zahlt 200.000 Mark, der Landeszuschuß beträgt 121.228 Mark und der Kreis gibt 30.000 Mark hinzu. Der Landesportbund bewilligte ein  zinsloses Darlehen in Höhe von 60.000 Mark, wovon 6000 Mark als verlorener Zuschuß nicht  zurückgezahlt werden müssen. Da die Fertigstellungskosten mit et­wa 580.000 Mark errechnet wurden, verbleibt der Rest als Eigenleistung des Vereins. Der Abriß des alten Sportjugendheimes wurde bereits in Eigenleistung von 25 freiwilligen Helfern erledigt.

Das Gebäude besteht aus 2 1/2 Geschossen und hat insgesamt ei­ne Nutzfläche von 335 Quadrat­meter.
Das Kellergeschoß hat 109 qm und ist bestimmt für Um­kleide- und Duschräume für Fuß­ballspieler. Schiedsrichterraum, Versorgungsraum und Sportgeräte- und Pflegeraum sind vorhanden. Das Erdgeschoß mit 167 qm beinhaltet: Umkleide- und Duschräume für Tennis, Toiletten für Damen und Herren, Geschäftsräume für Fußball und Tennis, Jugend- und  Versamm­lungsraum sowie Garderobe. Das Dachgeschoß hat wegen der Schräge nur 60 qm: Geräteraum für Tennis, Aufenthaltsraum der Tennissportler und Heizungszentrale. Der umbaute Raum beträgt, 1472 qm. Ingo Knopp sprach den Richtspruch vom Dach des Hauses. Architekt ist Erich Wagner.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 8 vom 25.02.1993; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
Räume & Galerien
Aus den Dörfern ringsum Presseberichte Presseberichte 2 (ab 1990 bis 2000) Vereine
Aufrufe
204

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.