Neues Löschfahrzeug für die Eudenbacher Wehr

Aufnahme: 1992

Neues Löschfahrzeug für die Eudenbacher Wehr

St. Mit Pickel und Fahne standen ältere Feuerwehrleute vor dem neuen Fahrzeug, einem LF 8/6, welches durch Pfarrer Josef Weyler vor dem Feuerwehrhaus den kirchlichen Segen zur Einweihung erhielt. Erster Beigeordneter Erich Lichtenberg erklärte in seiner Ansprache, daß die Stadt im Jahr mehrere 100.000 Mark für den Feuerschutz ausgebe. Nachdem nun die Löschgruppe Eudenbach Ersatz für ihr 25 Jahre altes Löschfahrzeug erhalten habe, werde man 1993 die Löschgruppen Thomasberg und Heisterbacherrott beim Bau ihres Feuerwehrhauses unterstützen. Zum Abschluß seiner Rede übergab Lichtenberg den Schlüssel des neuen Fahrzeuges, an Stadtbrandmeister Felix Bäßgen mit den Worten „Allzeit gute Fahrt, mögen sie wieder so gesund heimkommen wie sie ausgefahren sind". Dieser gab den Schlüssel an den Löschgruppenführer Hauptbrandmeister Leo Meis weiter.

Bürgermeister Krämer wünschte der Wehr ebenfalls im Namen des Rates alles Gute mit dem neuen Fahrzeug und ging auf die Historie der Eudenbacher Feuerwehr ein. Eine Sammlung in der Bevölkerung ermöglichte der Feuerwehr Eudenbach 1925 den Kauf ihres Druckspritzengerätes. Als dann nach vielen Jahren (1952) ein modernes Fahrzeug angeschafft wurde, verkaufte die Gemeinde Oberpleis das alte Gerät. Da gingen die Eudenbacher auf die Palme und verlangten das damals gesammelte Geld zurück. Die Gemeinde gab sich geschlagen und zahlte das Geld an die Eudenbacher zurück.

Kreisbrandmeister Walter Jonas sagte, daß das Fahrzeug modernster Technik entspricht. Leo Meis nutzte den feierlichen Rahmen, Bernhard Homscheid für 50jährige und Ernst Bossmann für 40jährige Mitgliedschaft zu ehren. Es gab für die zu Verehrenden Urkunden. Bossmann wurde zum Ehrenmitglied und Homscheid zum Ehrenbrandmeister ernannt. Nach der Überreichung spielte die Eudenbacher Feuerwehrkapelle das Lied von den „Alten Kameraden" und zur Eröffnung der Feierstunde den Choral „Großer Gott, wir loben Dich". Das letzte Musikstück ging im Geheule der Sirene des neuen Löschfahrzeuges unter.

Das neue Fahrzeug 8/6 wiegt neun Tonnen und ist für eine Besatzung von neun Feuerwehrleuten geeignet. Es faßt 600 Liter Wasser. Es ist als Überbrückungsfahrzeug gedacht, bis die Schläuche an die Hydranten angeschlossen sind. Die Einrichtung wurde aus einem anderen Fahrzeug ausgebaut. Die Ausrüstungsgegenstände wurden eingebaut. Man kann auch mit diesem Fahrzeug eingeklemmte Personen befreien. Die Kosten des „nackten" Fahrzeuges beliefen sich auf 250.000 Mark.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 53 vom 30.12.1992; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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