Aufnahme: 1991
Neuer Gedenkstein in Wahlfeld
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
fst. „Der Stein möge als Impuls des Friedens dienen, da so ein furchtbares Unglück wie ein Krieg durch uns nicht mehr geschehen darf", sagte Pastor Willi Müller von Oberpleis bei der Einweihung des neuen Gedenksteins in Wahlfeld. Dass die Menschen auf dem Weg in die Kapelle innehalten und der Toten gedenken mögen, wünschte sich Felix Bäßgen, Sprecher der Dorfgemeinschaft, der zuvor an diesem Mahnmal einen Kranz niedergelegt hatte.
Ferner nahmen neben den Einwohnern von Wahlfeld Bürgermeister Herbert Krämer und die Künstlerin Sigrid Wenzel an der Gedenk- und Einweihungsfeier am Volkstrauertag teil. Den musikalischen Rahmen gaben der Kapellenchor Uthweiler und das Tambourcorps. „Unseren Kriegsopfern zu Ehren und zur Erinnerung" steht auf dem Gedenkstein, der neben der Wahlfelder Kapelle aufgestellt ist. Die Künstlerin Sigrid Wenzel hatte eine Bronzetafel gegossen und geschliffen und diese auf einem Quarzitstein angebracht.
Dieser Quarzit-Findling wurde beim Kanalbau in Wahlfeld ausgegraben und von Felix Bäßgen bei einem Abendspaziergang entdeckt. Die Idee zu dieser Gedenkstätte stammt von der Dorfgemeinschaft Wahlfeld, die auch die Kosten hierfür übernahm. Anlass dafür war, dass im zweiten Weltkrieg bei 17 Wahlfelder Familien zehn gefallene Soldaten zu beklagen waren. Hinzu kamen noch amerikanische und deutsche Soldaten sowie die Opfer aus der Zivilbevölkerung, die am 20. und 21. März 1945 ihr Leben ließen.
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