Bürgermeister Krämer hatte zu einer Bürgerversammlung eingeladen

Aufnahme: 1991

Bürgermeister Krämer hatte zu einer Bürgerversammlung eingeladen

Berghausener Bürgerversammlung rund um den Dorfbrunnen.

st. Bürgermeister Herbert Krämer hatte die Bevölkerung seines Heimatortes infolge des heißen Sommerwetters auf den Dorfplatz, rund um den Dorfbrunnen, zu einem Sommertreff eingeladen. Viele Bürgerinnen und Bürger kamen in sommerlicher Freizeitkleidung, selbst Stadtrats- und Kreistagsmitglieder sah man in Shorts. Das erste Fäßchen Bier stiftete der Einlader selber. Das dritte Fäßchen zu stiften erklärte sich Karl Heinz Seger bereit, wenn Franz Riscop das zweite „Pittermännchen" sponsern würde. So geschah es dann auch. Mit Bedauern erklärte Herbert Krämer, daß es ein Kabelfernsehen in absehbarer Zeit im Bergbereich der Stadt Königswinter nicht geben wird, weil nach einer Rundfrage der Telekom das Interesse zu gering sei. Wegen Grundstücksschwierigkeiten besitzt Berghausen keinen eigenen Kinderspielplatz. Dafür sollen zwei Spielgeräte auf dem Dorfplatz installiert werden. Ein Gerät hat der Junggesellenverein gestiftet, das zweite kostete 2 800 DM. Eine Sammelaktion wurde dafür durchgeführt.

Ein weiteres Thema war die Verkehrssicherheit. Die geforderte Beschilderung der Sandscheider Straße, vor allem als Schulweg, wurde durchgeführt. Der geforderte Ausbau des Fußweges kann jedoch wegen der Kosten erst 1992 erfolgen. Es ist heller in Berghausen geworden. Vier neue Straßenlaternen wurden installiert. Weiter ist vorgesehen: Entsprechende Bordsteine für Rad- und Rollstuhlfahrer sowie die Erdverkabelung durch das RWE. Ab 1995 ist Berghausen an das Kanalnetz angeschlossen. Nach Berghausen wird das Kanalrohr weiter verlegt nach Nonnenberg, Quirrenbach und Eudenbach. Das Gelände der alten Kläranlage in Oberpleis ist inzwischen verkauft. Dort soll ein Gewerbebetrieb angesiedelt werden. Nach Ansicht von Tiefbauamtsleiter Ulrich Szemskat reicht das in der Berghausener Straße liegende Rohr für den kommenden Kanalanschluß aus. Lediglich bei sehr starkem Regen könnte es Schwierigkeiten geben, wenn ein Kanaldeckel mal hochgeht. Das müsse man eben in Kauf nehmen. Erst wenn weitere, größere Gebiete angeschlossen würden, könnte ein Engpaß entstehen.

Ein Bürger fragte, ob die Stadt jetzt nicht mehr die Südtangente fordere, weil überall weiß-rote Schilder stehen mit der Aufschrift „Nein Südtangente nein". Dazu Herbert Krämer: „Die Stadt Königswinter ist weiterhin für den Bau der Südtangente, entlastet sie doch die enge Ortsdurchfahrt von Oberdollendorf und auch die Durchfahrt durch Ittenbach. Betroffen sind dann allerdings die Rauschendorfer, weil die Südtangente ihren Ort belastet. Durch lttenbach fahren durchweg pro Tag 12 000 Kraftfahrzeuge und die Oberdollendorfer fordern eine Umleitung des Durchgangsverkehrs vom Bergbereich aus über die K 25 und dann über Vinxel." Bemängelt wurde auch, daß derjenige, der von Oberpleis nach Eudenbach fährt, ab der Ampelanlage Tempo 70 fahren kann. Wer aber nach Berghausen abbiegen will, muß langsamer fahren und behindert dadurch den nachfolgenden Verkehr. Eine Rechtsabbiegerspur könnte Abhilfe schaffen. Bürgermeister Krämer will sich für die Verwirklichung einsetzen.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 33 vom 15.08.1991; Foto und Text: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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