Aufnahme: 1989

Wohnhaus und Scheune werden restauriert - Zuschüsse des Amtes für Agrarordnung

Rosa Parke will dieses Fachwerkhaus restaurieren lassen.

st. Im Ortsteil Nonnenberg der Stadt Königswinter überreichte der Leiter des Amtes für Agrarordnung Siegburg, Leitender  Regierungsvermessungsdirektor Dr. Ing. Erich Weiß, zwei Bewilligungsbescheide über jeweils 30000 Mark für Restaurierungs- und Instandsetzungsmaßnahmen an ortsbildprägender Bausubstanz. Mit den Maßnahmen an den beiden Gebäuden wird zur Erhaltung des dörflichen Charakters des Ortsbildes beigetragen. Das Gebäude der Eheleute Siegfried und Rosa Parke ist auch in der Denkmalliste der Stadt Königswinter eingetragen. Deshalb wird für die Maßnahme zur Instandsetzung des Gebäudes auch ein zusätzlicher Zuschuß von 10000 Mark aus Denkmalpflegemitteln der Stadt gewährt. Für die Erhaltung des Gebäudes ist eine neue Dacheindeckung mit Tonpfalzziegeln, Ausbesserung der Fachwerkgefache, teilweise Ersetzung der Holzbalken sowie Teilerneuerung der Fundamente und Erneuerung der Sprossenfenster und der Haustür vorgesehen. Das seit vier Jahren leerstehende Gebäude soll wieder für Wohnzwecke hergerichtet werden.

Der zweite Zuschußempfänger, Paul Dahs, verbindet mit der Außenrestaurierung der ortsbildprägenden Fachwerkscheune, die ebenfalls in der Denkmalliste enthalten ist, eine Umnutzung. Aus der Scheune wird ein Wohnhaus mit zwei Wohnungen. Ursprünglich wollte Paul Dahs die verfallene Scheune abreißen. Er nannte sie, wie auch viele andere Nonnenberger, einen  Schandfleck am Ortseingang. Doch da schaltete sich die Behörde ein und sagte: „Nein". Das Scheunengebäude steht nämlich ebenfalls  unter Denkmalschutz. Es soll sich um eines der ältesten Gebäude in Nonnenberg handeln. Man schätzt das Baujahr auf die Zeit um 1650, also über 300 Jahre alt.
Die Umnutzung zu einem Wohngebäude findet die Zustimmung der Stadt, da damit das für das Ortsbild prägende Gebäude  erhalten wird. Die vorhandene Toranlage soll auch in das Wohngebäude  integriert und die notwendigen Fenster in die Fachwerkfelder eingebunden werden.

Die Vertreter des Siegburger Amtes für Agrarordnung wiesen bei dieser Gelegenheit in Gegenwart des Technischen Beigeordneten der Stadt Königswinter, Heinz-Martin Bernert, noch einmal auf die Möglichkeit der Förderung der Dorferneuerung für private Eigentümer hin. Auch Paul Dahs wird für sein Vorhaben noch 10000 Mark von der Stadt aus dem Denkmalfond erhalten. Doch zunächst muß er noch einen entsprechenden Antrag  stellen. Die Scheune ist fast acht Meter breit und 13 Meter lang. Die Außeninstandsetzungen müssen bis zum 20. Oktober 1991 fertig sein. Insgesamt kosten die beiden Bauvorhaben zwischen 150000 und 200000 Mark.

 Paul Dahs wird diese Scheune in ein Wohnhaus umbauen.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 28, vom 13.07.1989; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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