Aufnahme: 1989

„Platz der Republik" eingeweiht

Herbert Krämer bei seiner Ansprache anläßlich der Dorfplatz-Einweihung

gst  „Platz der Republik" heißt der neue Dorfplatz in Berghausen. Bei der feierlichen Einweihung ver­kündete Josef Els, der Vorsitzende des Bürgervereins, diesen Namen unter dem Beifall der vielen Gäste, Bürger aus Berghausen, der Umgebung und Kommunalpolitiker. Seit Jahrzehnten wird Berghausen von den Eingesessenen „Die Republik" genannt. Mit der Namensgebung des Dorfplatzes soll dies gefestigt werden. Vizebürgermeister Herbert Krämer, Berghausener Bürger, hat sich in vielen Gremien für die Errichtung des Dorfplatzes eingesetzt und auch selbst - wie viele andere Einwohner auch - kräftig mit Hand angelegt. In seinen Begrüßungsworten schilderte er die Berghausener als ein geschichtsbewußtes und ortsverbundenes Völkchen. Das beweise die Freiwilligkeit, mit denen die Bürger in vielen freien Stunden dieses schöne Fleckchen herrichteten. Krämer dankte der Stadt für den Zuschuß in Höhe von 60000 DM, dem Amt für Agrarordnung für den Beitrag in Höhe von 50000 DM und den vielen Spendern, die zusammen 12000 DM aufbrachten. Im vergangenen Jahr und auch noch nach dem Richtfest im September leisteten 54  freiwillige Helfer insgesamt 1134 Stunden Arbeit für die Dorfplatzanlage, in die das Kriegerehrenmal,1920 errichtet, integriert wurde. Krämer: „Wir sind stolz auf das, was wir geschaffen haben. Das beweist eine intakte Bürgergemeinschaft und einen gesunden Bürgersinn."

·Josef Els stellte mit Freuden fest, daß der vorgegebene Finanzplan eingehalten wurde. Viele Bürger stifteten Einrichtungsgegenstände, so eine Wippe für die Kinder und einen Grillstand. Eine Dorflinde, wie sie vor Jahrzehnten noch überall zu finden war, wurde auf dem Platz gepflanzt, ebenfalls Ebereschen, eine Hainbuchenhecke, Gehölze und Sträucher. In Berghausen soll dieser Platz, wie es früher auf Plätzen dieser Art gang und gäbe war, zu einem Begegnungs- und Kommunikationszentrum werden. In der Mitte des Platzes wurde ein Brunnen errichtet. Es sollte nach den Worten von Els und Krämer kein Springbrunnen sein. Der Brunnenstein soll vielmehr an die früheren vielen Steinbrüche in der Umgebung erinnern. Und oben aus dem Stein sprudelt das Wasser in Erinnerung an die vielen Quellen in und um Berghausen, die heute zum Teil versickert sind. Bürgermeister Günter Hank warf als erster ein Zwei-Pfennig­ Stück als Glücksbringer in den Brunnen. Der Platz entstand unter der Leitung des Berghausener Architekten Hans Hallstein. Scherzhaft nannten einige Besucher das Projekt „Hallstein-Plan". Zum Andenken an den Tag der Einweihung, die Pfarrer Müller vornahm, konnten Erinnerungsteller mit der Ansicht des neuen Berghausener Dorfplatz und dem Missionskreuz erworben werden.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 21 vom 24.05.1989; Foto und Text: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
Räume & Galerien
Aus den Dörfern ringsum Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989)
Aufrufe
386

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.