Aufnahme: 1988

Leiter des Hauptamtes, Theojosef Kurenbach, ging in Pension

gst. Nach 47-jähriger Tätigkeit im öffentlichen Dienst trat nun Theojosef Kurenbach in den wohlverdienten Ruhestand. Eine steile Karriere liegt hinter dem Verwaltungsbeamten. Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz würdigte in seiner Laudatio das Wirken Kurenbachs, der sich vom Verwaltungslehrling bis zum Stadtverwaltungsdirektor emporarbeitete und zuletzt Leiter des Hauptamtes bei der Stadt Königswinter war. Jetzt kann der Scheidende auf ein langes und außerordentlich erfolgreiches und zufriedenstellendes Berufsleben zurückblicken. Bei der Abschiedsfeier lobten alle Redner das menschliche Verhalten von Theojosef Kurenbach, der bei allen Kollegen beliebt war und geschätzt wurde. In Köln-Kalk wurde Kurenbach geboren. Am 1. April 1941 begann er bei der damaligen Amtsverwaltung Primmersdorf. 1947 wechselte er zur Amtsverwaltung Dormagen und wurde noch im selben Jahr als Verwaltungsangestellter bei der Kreisverwaltung in Siegburg eingestellt. Stadtdirektor Schmitz gab preis, daß Kurenbach 1947 zum Anfang seiner Tätigkeit in Siegburg ein Grundgehalt von nur 166 RM erhalten habe, sechs Prozent weniger als der tarifliche Lohn. In Siegburg wurde Kurenbach zunächst in der Standesamtsaufsicht eingesetzt. Im April 1955 kam er ins Ausgleichsamt, zunächst als Prüfer und dann als Leiter verschiedener Arbeitsgruppen.

Aufgrund einer guten dienstlichen Beurteilung und einer Ausnahmegenehmigung des Regierungspräsidenten erfolgte im Mai 1957 die Übernahme ins Beamtenverhältnis. Gleichzeitig erfolgte seine Beförderung zum Kreisobersekretär und kurze Zeit später zum Kreisinspektor. Ein Jahr nach der Urkundenüberreichung zum Kreisoberinspektor ließ er sich zum 1. März 1965 zur Amtsverwaltung Oberpleis versetzen. Dort übernahm er die Leitung der Finanz- und Steuerabteilung.  Kurenbach wurde auch mit der Wahrnehmung der Geschäfte des Kämmerers beauftragt und schließlich wurde ihm der Posten des stellvertretenden Amtsdirektors von Oberpleis übertragen. Die kommunale Neuordnung 1969 bedeutete dann eine zusätzliche Belastung für Theojosef Kurenbach. Ihm ist der Bau des Schulzentrums in Oberpleis mitzuverdanken. Er setzte sich auch maßgeblich für den Bau des Rathauses in Oberpleis ein, in dem nun die Abschiedsfeierstunde stattfand. In der neuen Stadt Königswinter übernahm Kurenbach zunächst die Leitung der Kämmerei und schließlich fast 17 Jahre lang die Leitung des Hauptamtes.

Der Stadtdirektor lobte in seiner Würdigung das gute Verhältnis, das er mit dem Scheidenden hatte. „Nie hat es Ärger gegeben." Dies bestätigte dann auch der Vorsitzende des Personalrates,  Christian Jonas, mit den Worten:  „Mit besonderem Engagement und großem Einfühlungsvermögen haben Sie sich dem Bereich des Personals gewidmet." Während der Tätigkeit von Kurenbach wurden 585 Einstellungen vorgenommen. Bürgermeister Günter Hank bescheinigte Kurenbach eine vorzügliche Sachkunde. Während der Bürgermeister mit einem Blumenstrauß dankte, hatte der Personalrat Wein vom Kaiserstuhl als Abschiedsgeschenk besorgt. Erich Schlauß sprach den Dank aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus. Als kölschen Jong überraschten sie den Scheidenden mit einem Bild der Kölner Kirche Groß-St.-Martin. Damit Kurenbach, der ein begeisterter Karnevalist und Gartenfreund ist, auch im Ruhestand noch aktiv bleibt, schenkte ihm Herbert Krämer für die CDU einen Spaten. Für die Dezernenten sprach der Technische Beigeordnete Heinz-Martin Bernet, und auch die übrigen Fraktionen des Sradtrates dankten Kurenbach für sein Wirken zum Wohle der Stadt und ihrer Bürger.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 2 vom 14.01.1988; Foto und Text: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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