Aufnahme: 1988

Richtfest am ,,Platz der Republik

gst. 48 Berghausener Bürger wirkten hauptsächlich an Samstagen in den letzten Monaten an der Erstellung des Berghausener Dorfplatzes neben der Gaststätte „Müllers Marie" gelegen. Jetzt wurde unter der Regie von Herbert Krämer Richtfest gefeiert. Dies allerdings bei strömendem Regen. In seiner Ansprache wies der stellvertretende Bürgermeister und Berghausener Bürger Herbert Krämer darauf hin, daß die Eigenleistungen von Berghausener Bürger Tradition sind. So wurde 1920 das erste Kriegerehrenmal von der Bürgerschaft errichtet. Rechts und links dieses großen Steines setzten die Berghausener 1950 zwei weitere Steine mit den Namen der Toten aus dem Zweiten Weltkrieg. Ebenfalls in Eigenarbeit entstand 1983 das Missionskreuz und nun 1988 der Dorfplatz schöner als eh und jeh. Die Familie Nüchel, so Krämer in seiner Ansprache zum Richtfest weiter, hat dieses Grundstück zur Dorfplatzherrichtung der Stadt verkauft. Die Stadt selbst griff sofort zu und Bau Ing. Hans Hallstein machte den Plan, wie der Dorfplatz einmal aussehen wird. Auch die Planung erfolgte kostenlos. Die Planung wurde in einer Bürgerversammlung vorgestellt.

Zwischen dem Bürgerverein und dem Junggesellenverein wurde eine Arbeitsgemeinschaft gebildet, die die Arbeiten koordinierte Krämer: „Auch die Finanzierung stimmte. 60000 Mark gab die Stadt als Zuschuß, weitere 50000 Mark das Amt für Agrarordnung in Münster." Im Frühjahr 1989 wird der Dorfplatz offiziell seiner Bestimmung übergeben. Bis dahin wird die Kommunikationsstätte noch weiter begrünt sowie mit einer Dorflinde und einer Eberesche und mit einer Buchenhecke bepflanzt. Außerdem wird noch eine Spielecke für Kinder eingerichtet. Den Basaltstein für den Brunnen erhielten die Bürger vom Basaltwerk. Die Pumpe für den Brunnen wird ebenfalls noch bis zum Frühjahr installiert. Während des freiwilligen Einsatzes starker Berghausener Männer sorgten die Frauen und die Nachbarn für das körperliche Wohl der Schaffenden. Hans Hallstein  mauerte beim Richtfest eine Flasche mit einer Urkunde, die an diesen Tag erinnert, in das Kriegerehrenmal ein. Übrigens: Der frühere Junggesellenverein stiftete die Ruhebänke und der neue Junggesellenverein die Spielgeräte. Zum Richtfest des „Platzes der Republik" waren alle Bürger willkommen, doch der·Regen hielt sehr viele ab.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 36 vom 08.09.1988; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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