Aufnahme: 1988
„Spitz paß op" feierte 25. Stiftungsfest - Vor 25 Jahren gründeten sie die Eudenbacher Karnevalsgesellschaft
gst. "25 Jahre Eudenbacher Karnevalsgesellschaft „Spitz paß op". Obwohl noch jung an Jahren hat die Gesellschaft seit ihrer Gründung vielen Menschen Freude bereitet, die Jugend für den Tanzsport begeistert, den Betagten heitere Stunden beschert und die heimische Bürgerschaft zum Spaß an der Freude mobilisiert". So richtete Bürgermeister Günter Hank ein Grußwort an die feiernden Karnevalisten im Oberhau, die zu einer Feierstunde in die Mehrzweckhalle eingeladen hatten.
Hank, der die Glückwünsche der Stadt überbrachte, gab seiner Freude weiter Ausdruck, daß Eudenbachs Karnevalisten auch außerhalb der Session beachtliche Aktivitäten entwickeln. Er erinnerte an die Tanzturniere für karnevalistische Tänze in der Aula Oberpleis, die Zuschauern wie Aktiven sehenswertes Vergnügen bereiten und der Gesellschaft als Veranstalter den Ruf eines großartigen Organisators einbrachten. Veranstaltungen dieser Art sind stets auch eine echte Werbung für Königswinter. „Möge die Jubiläumsgesellschaft weiterhin Jung und Alt erfreuen und mit dazu beitragen, daß in unserer Bürgerschaft die fröhliche Seite des Lebens nicht zu kurz kommt", schloß Hank seine Grußbotschaft.
An der Stirnseite der Bühne prangten in großen Bunt- und Schwarz-Weiß-Fotos die Portraits der Prinzenpaare der vergangenen 25 Jahre. Und sie alle, sowohl die großen als auch die Kinderprinzenpaare, rief der Präsident Winfried Narres, der meisterlich durch das mehr-stündige Non-Stop-Programm führte und die Jecken immer wieder zu Beifallsstürmen anfeuerte, auf die Bühne, wo ihnen die amtierende Prinzessin Hanne-Lore I. nette Glasgeschenke überreichte. Fast eine Stunde dauerte die Ehrung.
Die Bühne erwies sich für die vielen Prinzen und Prinzessinnen — nur einige fehlten wegen Krankheit oder Urlaub — als viel zu klein. Winfried Narres verband die Gratulation mit einem kleinen Geschichtsunterricht. Er hatte in alten Bänden geblättert und sich die wichtigsten Ereignisse in den jeweiligen Jahren des letzten Vierteljahrhunderts notiert und vermittelte so den Besuchern auch einen geschichtlichen Rückblick auf die letzten 25 Jahre.
Auf die Bühne geholt wurden auch die Gründungsmitglieder, die die Gesellschaft aus der Taufe gehoben und somit für eine echte Fröhlichkeit im Oberhau Sorge getragen haben. Vorsitzender Josef Faßbender überreichte ihnen den mit 25 Rubinen gezierten Jubiläumsorden sowie eine Urkunde. Silberjubilare sind: Magda und Willi Balensiefen, Hans-Theo Hombeuel, Elisabeth und Berni Homscheid, Wilhelm Leven, Peter Limbach, Olga Meurer, Günter Parke, Paul Sasse, Hans Strößer und Paul Zumhof.
Beifall spendeten die Karnevalisten des Oberhaues für den einmaligen wohlgelungenen Solotanz der jungen Tänzerin Indra Jungbluth. Den Reigen der närrischen Darbietungen eröffneten die buntkostümierten „Porzer Bonnies". Aus Köln war der „Trötemann" gekommen. Die „Kölsche Lotterbove" waren ebenso einsame Spitzenklasse wie der „Graf Bibi", „Hot und Hötche" , die „Drei Colonias" mit ihrem neuesten Song, der die hiesige Gegend zum Inhalt hatte: „Es war ihr Königswinter, nicht davor und nicht dahinter" und last not least der Kameltanz der älteren Gesellschaftsmitglieder.
Und dazwischen erfreuten die einzelnen Tanzscorps mit ihren neuesten Tänzen.
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