Aufnahme: 1988

Wehrchef nahm Abschied

gst. Wehrchef Hauptbrandmeister Karl-Josef Gilgen von der Eudenbacher Feuerwehr legte seinen Posten bei der jüngsten Jahreshauptversammlung nieder. Er gab gesundheitliche Gründe an. Bei der Neuwahl unter der Leitung von Stadtbrandmeister Theo Lämbgen wurde der bisherige Brandmeister Schriftführer Leo Meis mit drei Gegenstimmen und drei Enthaltungen zum Nachfolger gewählt. Den Posten des Schriftführers übernahm Karl-Josef Gilgen, denn er möchte der Wehr weiterhin aktiv verbunden bleiben.

Doch vor der Verabschiedung und Neuwahl nahm Karl-Josef Gilgen einige Beförderungen und Ehrungen vor. So erhielt Ernst Boßmann für 35-jährige aktive Dienstzeit bei der Wehr einen Keramikteller. Feuerwehrmann wurde Harald Krahm. Zu Oberfeuerwehrmännern wurden befördert: Bodo Glage, Erwin Weber, Friedrich Weber, Werner Limbach und Udo Zumhoff.

Der Wehr gehörten am Ende des Berichtsjahres 43 Aktive an. Die Jugendwehr besteht aus neun begeisterten Jugendlichen. Die Altersabteilung besteht aus drei Ehemaligen und dem Musikzug gehören 32 Musikbegeisterte an. Außerdem zählt die Löschgruppe mittlerweile 238 Freunde und Gönner.

Jeweils einen Groß-, Mittel-, Klein- und Kaminbrand hatten die Wehrleute 1987 zu bekämpfen. Zudem rückten die Blauröcke neunmal aus, um Ölspuren und Ölschäden zu beseitigen. Fünfmal war der Sturm und fünfmal das Element Wasser schuld am Ausrücken des Löschzuges. Zweimal erfolgte eine Alarmierung ohne böse Absicht. Eine gemeldete Ölspur wurde nicht gefunden und das zweite Mal ist anstatt eines Lichtdruckknopfes der Sirenendruckknopf irrtümlich betätigt worden.

Der Brand im Malergeschäft Krämer in Quirrenbach erforderte den vollen Einsatz des Löschzuges III und der Löschgruppe Ittenbach, zumal das Farbenlager in Flammen stand. Atemschutzgeräte mußten eingesetzt werden. Der Brand an einem Strommast in Sassenberg konnte erst gelöscht werden, nachdem die Mitarbeiter der RWE den Strom abgeschaltet hatten. Bei allen Einsätzen wurden fachliche und theoretische Fähigkeiten gefordert, die bei zahlreichen Übungen und Unterrichten vermittelt wurden. Insgesamt fanden 23 Übungen statt. Bei insgesamt sieben Brandwachen wurde von 39 Wehrleuten der Brandschutz in öffentlichen Gebäuden sichergestellt.

Mit den Fahrzeugen wurden im Jahre 1987 3.570 Kilometer zurückgelegt. Für den Feuerwehrdienst und alles was dazugehört opferten die Wehrkameraden im Berichtszeitraum über 2700 Stunden, Lehrgänge haben Anno Ditscheid, Stefan Hombeuel, Willi Nitzke, Raimund Parke, Bodo Glage, Erwin Weber, Bernd Wertenbroich und Thomas Gilgen erfolgreich abgeschlossen.

Die Verwaltung der Stadt Königswinter hat im Jahre 1987 zehn Dienstanzüge, acht Paar Stiefel, zwei Uniformen und weitere diverse Gegenstände bereitgestellt und ausgeliefert. Das Jahresprogramm 1988 mit 30 Übungen und anderen Veranstaltungen wurde besprochen und festgelegt. Das Feuerwehrfest wird am 6. und 7. August gefeiert.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 2 vom 14.01.1988; Foto und Bericht: Günher Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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