Die heimatkundlichen Fahrradfahrer aus der Republik Berghausen bei ihrem Start. - Heimatkundliche Fragen bei Fahrrad-Rallye der Junggesellen

Aufnahme: 1986

Die heimatkundlichen Fahrradfahrer aus der Republik Berghausen bei ihrem Start. - Heimatkundliche Fragen bei Fahrrad-Rallye der Junggesellen

gst. 18 Kilometer lang war die Strecke der Fahrrad-Ralye des Jung­gesellenvereins Berghausen. Über 50 Radsport- und Heimatfreunde, Jung und Alt, hatten sich am Start auf dem Parkplatz der Gaststätte „Müllers Marie" eingefunden. Bei der Fahrt galt es zahlreiche heimatkundliche Fragen zu beantworten. Hans Hall­stein, Franz-Josef Tasler und der Vorsitzende des Junggesellenvereins Norbert Zumhoff hatten die Fahrt vorher hervorragend organisiert. Sie führte rund um Berghausen. Der äl­teste Teilnehmer war mit 65 Jahren Hans Krasny. Die Fahrtroute führte zunächst nach Sandseheid. Dort mußte auf dem Schulhof ein Geschicklichkeitsfahren absolviert werden. In Ittenbach galt es, den Ursprung des Brunnens vor dem Pilgerheim herauszufinden.
Auf der Strecke waren insgesamt zehn Aufkleber des Junggesellenver­eins verteilt, diese sollten gefunden und die darauf angebrachten Nummern notiert werden. Die Zahlen waren Abkürzungen und hatten eine Bedeutung aus dem täglichen Leben. Wer sie erriet, erhielt Extrapunkte. Auf dem Herresbacher  Parkplatz mußte ein sportlicher Leistungsnachweis erbracht werden. Vier Zahlen waren für die Größe des Ittenbacher Fußballplatzes vorgegeben. Eine davon war richtig; 3600 Quadratmeter, 5400, 8600 oder 10800.

In der Straße, die den Namen des Bundeskanzlers trägt, steht ein selt­samer Papierkorb, warum, daß sollte erraten werden. Auf dem Soldatenfriedhof liegt auch Karl von Kleist begraben. Zu erraten war hier die Block, die Reihen- und die Grab­ Nummer. Auch mußten die Radfahrer zählen können. Denn wer weiß schon, wie viele Glasscheiben die Friedhofskapelle hat. Einen Augen­ blick sollte man auch an dem Denk­ mal der Drei Kreuze verharren, denn die Inschrift war aufzuschreiben. Zu erraten war ebenfalls der Name des Gewässers, das in Nonnenberg zu überqueren war. Viele weitere heimatkundliche Fragen waren in Quirrenbach an der Kapelle in Hühnerberg und am Bas­altwerk zu beantworten. Die Gebrüder Walter und Peter Wasserheß waren die Sieger, die nur einen Punkt unter der zu erreichen­ den Punktzahl lagen. Platz zwei belegten Petra und Manfred Zumhoff. Dritte wurden Silvia Kreutz und Manuela Hallstein. Für die ersten drei Mannschaften hatte stellvertretender Bürgermeister Herbert Krämer die Pokale gestiftet, die er auch selbst überreichte. Für die anderen Teil­nehmer gab es Sach- und Trostpreise. Das Schlußlicht bildeten Lutz Klasen und Dirk Limbach. Ganze Familien verbrachten so einen Tag auf ihrem geliebten Drahtesel.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 21 vom 07.08.1986; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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