Wohn- und Geschäftshaus der Familie Maagh, Berghausen

Aufnahme: 1985

Wohn- und Geschäftshaus der Familie Maagh, Berghausen

Tod auf Raten

PW. Gemeint ist hier nicht das Sterben einer natürlichen Person, sondern das unausbleibliche Verschwinden der Spezies „Tante-Emma-Laden“ von dem auch Berghausen leider nicht verschont wurde.

Das abgebildete Haus ist ein typischer Klinkerbau, wie er um 1900 üblich war, und zeigt das Wohn- und Geschäftshaus der Familie Maagh an der Berghausener Straße, Ecke Abzweigung der Sandscheider Straße.

In diesem Haus betrieb seit Anfang des zwanzigsten Jahrhundert der aus Küdinghoven stammende Josef Maagh ein kleines Lebensmittelgeschäft, wie wir es heute gerne als „Tante-Emma-Laden“ bezeichnen. Das Geschäft befand sich in einem Raum im Erdgeschoß links von der Haustüre aus gesehen. Der Raum rechts der Eingangstüre war Büro und Lager des Clemens Lichtenberg, der dort einen Elektroartikelhandel betrieb.

Die 1903 geborene Tochter Elisabeth Barbara (Lilly) führte auch nach ihrer im Jahre 1924 geschlossenen Ehe mit Clemens Lichtenberg das Geschäft unter dem Namen Maagh fort.

In den 50-er Jahren übernahm dann deren Tochter Ingeborg, diese verheiratet mit dem allseits beliebten „Dorf-Sheriff“ Willi Heidkamp, das Lebensmittelgeschäft und vergrößerte das Ladenangebot durch den linksseitigen Anbau.

Diesen übernahm dann die REWE für einige Jahre und nach deren Aufgabe mietete sich Helmut Köpsel als neuer Ladeninhaber ein. Aber auch ihm war kein durchschlagender wirtschaftlicher Erfolg beschieden.

Quelle
Bildarchiv Familie Oswald; Foto: Renate Oswald; Text: Paul Winterscheidt
Zur Verfügung gestellt von
Roman Oswald
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