Aufnahme: 1977
Seit 25 Jahren Karneval in Bockeroth
25 Jahre Karneval in Bockeroth. Dieses Jubiläum wurde in der Gaststätte „Op de Hüh" gebührend gefeiert.
Der Saal war bis auf den letzten Platz besetzt, als Präsident Edi Schlander mit seinen Mannen die närrische Bühne betrat.
Ein buntes Bild bot das Podium, als dann die „Bockerother Leckere Mäuschen" und das Damenkomitee „Mir sen do", empfangen wurde. Höhepunkt des Abends war die Proklamation des Jubiäumsprinzenpaares. 30 Tage lang wird Ferdi I. (Glage) zusammen mit seiner Frau, der Lieblichkeit Marie-Luise I. über die Narrenschar am Düfelsarsch herrschen. Das Dreigestirn wird vervollständigt durch seine Deftigkeit, dem Bauern Josef Wicharz, der diese Karnevalsfigur schon seit vielen Jahren verkörpert.
Prinz Ferdi I., 31 Jahre jung, ist von Beruf Baggerführer. Seine ersten karnevalistischen Sporen verdiente er sich beim Oberpleiser TuS 05, wo er aktiv bei der Gestaltung des Fastnachtssonntages mitwirkte. Mit dem höchsten karnevalistischen Amt trat er nun auch in die Bockerother Gesellschaft ein.
Die 26-jährige Prinzessin will Mitglied im Damenkomitee werden. Beim Karnevalssonntagszug in Oberpleis 1968 lernten sich Ferdi und Marie-Luise kennen und zwei Jahre später, allerdings im Juli, schlossen sie den Bund fürs Leben. Die sechsjährige Tochter war begeistert, als sie hörte, daß ihre Eltern Prinzenpaar würden. Hobby von Verdi und Marie-Luise ist der Fußball.
Zur Proklamation holte sich Präsident Edi Schlander Bürgermeister Günter Hank auf die Bühne. Beide überreichten Prinz und Prinzessin die Insignien ihrer Würde. Hank überreichte der Jubiläumsgesellschaft ein Geldgeschenk.
Bis kurz nach Mitternacht lief ein buntes närrisches Programm am Hofe des Tollitätenpaares über die Bühne. Eisbrecher war Hans Krämer als „Der Drüje vom Vorgebirge".
Sternchen und Sterne leuchteten aus der Bütt: Christian Frings als Festredner, Helmut Rohloff gleich zweimal als „Aushilfskellner" und als „Hobbyreporter", Reiner Henseler, Hans Nickolaus als Zeitungsleser und Käthe Lehmacher mit ihrem Vortrag als „Kapitalistin", den sie schon vor 20 Jahren einmal brachte. Auch sie erhielt wie alle anderen Humorbringer tosenden Beifall der riesigen Narrenschar.
Ohrenschmaus waren die beiden Fanfarenkorps aus Eudenbach und vom Auelgau.
Die Männer putzten sich die Brillen, als die Tanzkorps vom Präsidenten angekündigt wurden. Ihre Arbeit hat sich gelohnt. Wahre artistische Darbietungen boten die Fünkchen aus Eudenbach und das eigene Korps „Sternschnuppen" aus Bockeroth mit den Mariechen Maria Wicharz und Gisela Köchner sowie den beiden Tanzoffizieren, den Gebrüdern Georg und Rudi Schöning.
Die "Sofristewi's", eine Gesangsgruppe brachte viel Lokalkolorit in ihrem Gesangsvortrag. Die Sternenburger waren zum Jubiläum nach Bockeroth gekommen. Sie glänzten mit einer politischen Parodie. Schunkellieder mit den Sternenburgern boten ein farbenprächtiges Schlußbild, und nach dem Ausmarsch aller Mitwirkenden konnte das Tanzbein geschwungen werden. gst.
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