Aufnahme: 1977
Ehrungen bei der Feuerwehr Eudenbach - Bernhard Homscheid und Ernst Bossmann geehrt
„Ein solches Jubiläum konnte in der Stadt Königswinter noch nicht gefeiert werden." Dies erklärte Stadtdirektor Franz-Josef Schmitz im Eudenbacher Feuerwehrhaus. Berni Homscheid ist seit 25 Jahren Wehrführer der Freiwilligen Feuerwehr von Eudenbach. Auch im Kreisgebiet konnte ein silbernes Wehrführerjubiläum noch nicht gefeiert werden, wie Kreisbrandmeister Paul Wilhelms in seiner Laudatio für Homscheid betonte. Stadtdirektor und Wehrchef Schmitz hatte den Reigen der zahlreichen Gratulanten eröffnet. Er würdigte Berni Homscheid als einen Feuerwehrmann, der die Wehridee aus der Vergangenheit in die Gegenwart hineingetragen hat und auch weiter im Dienste des Nächsten wirken wird. „Ohne die Freiwilligkeit der Wehr gäbe es innerhalb der Stadt keine so schlagkräftige Feuerwehr, denn eine Berufswehr kann sich die Stadt Königswinter finanziell nicht leisten.“
Ein Jahr, nachdem 1924 die Wehr gegründet wurde, wurde in Komp Bernd Homscheid geboren. Mit 17 Jahren trat er - zwar gezwungenermaßen - in die Wehr ein. Durch die Aufnahme in die Feuerwehr konnte er dem Dienst in der Hitlerjugend ausweichen. Zehn Jahre später wurde er bereits Wehrführer und 1965 zum Oberbrandmeister befördert. Um die Unterbringung der Wehr war es bis vor drei Jahren schlecht bestellt. Heute besitzt sie mit einem herrlichen Feuerwehrhaus, vor drei Jahren eingeweiht, die sechste Unterkunft in der Amtszeit von Berni Honischeid. Viele Schwierigkeiten waren in dem Vierteljahrhundert zu überwinden, erklärte Schmitz in seiner Laudatio. Doch Homscheid und seine Mannen haben es immer wieder geschafft. 1960 konnte das erste Tragkraftspritzenfahrzeug angeschafft werden. Bis dahin wurde mit Pumpen aus dem Krieg gelöscht.
Vor zehn Jahren entstand unter Bernd Homscheid auch ein Fanfarenkorps, das heute bereits weit über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist. Stadtdirektor Schmitz überreichte dem Silberjubilar einen Zinnteller mit einer Ansicht des Siebengebirges. Zugleich sprach er ihm den Dank der gesamten Stadt Königswinter aus. Den Dank des Rhein-Sieg-Kreises übermittelte Kreisbrandmeister Wilhelms, der dem Jubilar die Ehrennadel des Kreisfeuerwehrverbandes an den Rockrevers anheftete. Brandmeister Karl-Josef Gilgen, der zu Beginn der Feierstunde die zahlreichen Ehrengäste begrüßt hatte, dankte seinem „Chef" im Namen der Eudenbacher Wehrkameraden (59) für die Leistungen in den vergangenen fünfundzwanzig Jahren und überreichte als Geschenk der Löschgruppe eine Uhr. Mit einem flüssigen Geschenk für ruhige Stunden sprach Hauptbrandmeister Georg Löbach im Namen der Stadtwehr die Glückwünsche aus und würdigte vor allen Dingen die ruhige und besonnene Art des Jubilars.
Als Stadtratsmitglied aus dem Löschbezirk der Eudenbacher Wehr gratulierte Erich Westhofen. Pfarrer Johannes Kreuser sprach Dankesworte im Namen der Kirchengemeinde. „Die Wehrleute schützen das Hab und Gut des Nächsten.“ Der Pfarrherr hatte ein flüssiges Geschenk mitgebracht, damit nach einem Brand der Rauch und Qualm weggespült werden könne. Karl Hofmann als Vorsitzender des Bürgervereins überreichte dem Silberjubilar als Geschenk des Vereins ein Trinkgefäß. Einen Rückblick auf die vergangenen 25 Jahre gab der Uthweiler Wehrführer Felix Bäßgen und ehrte den Wehrführer durch Überreichung eines Bierseidels. Viele weitere Gratulanten, darunter die Vertreter der Nachbarwehren und der Ortsvereine, gratulierten Bernd Homscheid zum 25-jährigen Wehrführerjubiläum und Ernst Bossmann, Oberfeuerwehrmann, der ebenfalls seit 25 Jahren der Wehr angehört und Mitgründer des Tambourkorps ist.
Brandmeister Karl-Josef Gilgen, der die beiden Jubilare der Wehr gratulierte, erwähnte vor allem den trockenen Humor, mit dem Berni Homscheid alle Höhen und Tiefen der Wehrgeschichte gemeistert habe. Homscheid erhielt eine Uhr und Ernst Bossmann ein kombiniertes Thermo- und Barometer. Bürgermeister Hank hatte ein Glückwunschtelegramm aus seinem Urlaub übersandt. Hank schrieb, daß eine Feuerwehr nur von solchen Männern getragen wird, die ihre privaten Ideen zurückstellen und sich rückhaltlos für die Belange der Wehr einsetzen. Josef Fassbender hatte ein schmackhaftes kaltes Buffett zubereitet. Das 53. Stiftungsfest, das mit der Ehrung eingeleitet wurde, fand seine Fortsetzung am Samstagabend mit einem Ball und am Sonntagvormittag mit einem Frühschoppen. gst.
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