Aufnahme: 1970
Eheleute Wader feierten Goldhochzeit
Vor 50 Jahren sagten sie sich in der Oberpleiser Kirche gegenseitig das „Ja-Wort" für den gemeinsamen Lebensweg. Nunmehr feierten sie ebenfalls in der Oberpleiser Pankratius-Kirche das goldene Jubelamt: die Eheleute Hermann Wader und Frau Antoinette geb. Lehmacher. Die Eheleute, die in Ruttscheid, Dorfstraße 13, wohnen, feierten ihren Ehrentag im Kreise der großen Verwandtschaft und der Dorfgemeinschaft im Ittenbacher Hotel „Haus Sonneck".
Hermann Wader, der vor 72 Jahren in Solingen geboren wurde, hat ein abwechslungsreiches Leben hinter sich. Er ist gelernter Hohl- und Flachschleifer. Nach seiner Hochzeit fand er im Rheinland keine Arbeit in seinem Beruf. Zunächst arbeitete er in einer Steinfabrik, dann bis 1923 in einer Schleiferei in Godesberg. Weitere Stationen seines beruflichen Werdeganges waren: Lemmerz-Werke in Königswinter, dann wegen einer Magenoperation als Handwerker im freien Beruf, seit den Kriegsjahren war er Hausmeister zunächst in einem Müttererholungsheim in Ittenbach, dann bei der Besatzungsmacht in Ittenbach und bis zu seiner Pensionierung mit 66 Jahren im Jahre 1964 beim Forschungsministerium des Bundes.
Hobby des Jubilars ist die Bearbeitung des großen Gartens seines Schwiegersohnes. Das Jubelpaar wohnt seit 20 Jahren bei der Tochter in Ruttscheid.
Aus der Ehe gingen zwei Kinder, eine Tochter und ein Sohn, hervor. Der Sohn fiel 1944 bei Brest. Heute sind der ganze Stolz des Jubelpaares die beiden Enkel und der eine Urenkel.
Kennengelernt haben sich Hermann und Antoinette vor 51 Jahren in Solingen, wo die Jubelbraut als Hausangestellte tätig war. Die Wiege von Frau Wader stand vor 72 Jahren in Küdinghoven. Jedoch schon im Alter von zwei Jahren nahm sie mit ihrer Mutter — der Vater war bereits verstorben — einen neuen Wohnsitz in Steinringen. Die erste Wohnung nahm das Ehepaar Wader in Thomasberg.
Bereits am Vorabend des Jubeltages gratulierten am Hause des Paares das Fanfarenkorps Thomasberg, der TuS Oberpleis und die Dorfgemeinschaft. Zu den Gratulanten zählte für die Stadt auch der stellvertretende Bürgermeister Heinrich Klümpers. Das Goldhochzeitspaar erhielt neben vielen Blumen und nützlichen Geschenken auch sechs Frühstückskörbe.
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