Aufnahme: 1970
Schirmherr Bürgermeister Hank ehrt vom Ittenbacher Reiterverein Renate Rumpe als siegreiche Reiterin
Erstes Reit- und Springturnier im Siebengebirge.
Ein voller Erfolg war das erste Reit- und Springturnier, welches der Reitclub Tannenhof in den Anlagen der Reitschule Tannenhof auf dem erheblich vergrößerten Springplatz veranstaltete. Schirmherr war der Bürgermeister der Stadt Königswinter, Günter Hank. 110 Pferde nahmen mit ihren Reitern an diesem Turnier teil. In Anbetracht der großen Turnierdichte im Rheinland ist diese hohe Teilnehmerzahl sehr erfreulich. Erfreulich um so mehr, weil es sich in Oberpleis-Rübhausen um eine Erstveranstaltung handelte. An der Dressurprüfung der Klasse A nahmen 61 Pferde teil. Der Reitclub Tannenhof hatte für den besten Reiter oder die beste Reiterin einen Ehrenpreis gestiftet. Eine Stufe höher lag die Dressurprüfung der Klasse L, zu der 24 Pferde gemeldet worden waren.
Für die beste Leistung in dieser Prüfung hatte der Besitzer der Reitschule Tannenhof, Günther Rüb, einen Ehrenpreis gestiftet. 58 Pferde waren für die Springprüfung der Klasse A angemeldet, für die die Oberpleiser Raiffeisenbank einen Ehrenpreis gestiftet hatte. Bei dieser Prüfung waren die Hindernisse 1,10 m hoch. Den Ehrenpreis für die Springprüfung der Klasse L hatte der Oberkreisdirektor des Rhein-Sieg-Kreises gestiftet. Genannt wurden für diese Prüfung 21 Pferde, die Hindernisse waren 1,30 m hoch. 43 Pferde nahmen am Geländeritt der Klasse A teil. Die Länge des Parcours betrug 3800 Meter. Insgesamt mußten 12 Hindernisse, darunter ein Wassergraben, überwunden werden. Für diesen Geländeritt hatte der Reiterverein Siebengebirge einen Ehrenpreis zur Verfügung gestellt. Im Rahmen dieser Prüfung wurde durch eine Mannschaftssonderwertung unter den im Stadtgebiet Königswinter ansässigen Vereinen der vom Bürgermeister der Stadt Königswinter gestiftete Wanderpreis ausgeritten.
Dafür waren von den Reitervereinen Siebengebirge in Ittenbach, Reiterverein Stephanus in Königswinter, Reiterverein Oberdollendorf und Reitclub Tannenhof Mannschaften aufgestellt worden. Gewinner wurde eine Mannschaft des Reitervereins Siebengebirge in Ittenbach. Renate Kumpe, eine der jüngsten Reiterinnen, konnte aus der Hand des Schirmherrn diesen Wanderpreis in Empfang nehmen. Der Stadtpokal wird künftig jährlich ausgetragen. Für die beste Leistung bei der Prüfung „Vielseitigkeitswertung" hatte die Stadt Königswinter einen Ehrenpreis gestiftet. Für die Vielseitigkeitsprüfung waren 22 Pferde gemeldet. Für die Wertung zählten die Ergebnisse der drei Teilprüfungen Dressur Klasse A, Springen Klasse A und Geländeritt Klasse A. Der Reiter mit der höchsten Wertnote wurde Sieger.
Er mußte mit seinem Pferd gleichermaßen gut abschneiden im Dressurviereck, im Gelände und im Springparcours. Bei der Jugendreiterprüfung ging es um die Ehrenpreise des Verbandes der Reit- und Fahrvereine des Rhein-Sieg Kreises. Zur Jugendreiterprüfung, bei der die Jugendlichen bis zu 14 Jahren ihre reiterlichen Fertigkeiten untereinander messen und den Richtern beweisen sollten, hatten sich 23 jugendliche Reiter und Reiterinnen gemeldet. Die Turnierleitung lag in den Händen von Ferdinand Schmitz aus Pützstück und Wolfgang Ruppelt aus Ittenbach. Die Wertungsrichter kamen aus Wipperfürth, Windhagen, Opladen und Düsseldorf. Die Bundesgrenzschutzabteilung aus Hangelar hatte die Aufstellung der Hindernisse übernommen. 30 Personen und Institutionen haben durch Ehrenpreise das Turnier unterstützt. Es dauerte fast 11 Stunden und begann nach einem heftigen Regen. Trotzdem fanden sich im Laufe des Tages noch über 600 Zuschauer ein.
Die Reiterinnen und Reiter kamen nicht nur aus der näheren Umgebung, sondern aus Bergisch-Gladbach, Leverkusen, Köln und Düsseldorf. In den einzelnen Klassen durften die Pferde nicht älter als 4 bzw. 5 Jahre alt sein. Schirmherr Bürgermeister Hank freute sich in seiner Ansprache besonders darüber, daß der ausrichtende Verein sich in verstärktem Maße der Jugendarbeit widmet. Verkehrsdirektor Hoffmann stellte in seinem Begrüßungswort das Siebengebirge als ein ideales Feriengebiet für „Urlaub mit dem Pferd" hin. Man kann nicht nur selbst reiten, sondern auch Fahrten mit Pferdedroschken locken täglich viele Feriengäste ins Siebengebirge.
Hier die Siegerliste:
Dressurprüfung Klasse A, Abteilung A: 1. und 2. G. Siemonsmeier, 3. H. Niggemann.
Abteilung B: 1: W. Gehrmann, 2. Uwe Schäfer, 3. H. Niggemann.
Dressurprüfung Klasse L: 1. Frl. Happe, 2. Frl. Neumann, 3. K.G. Schmitz.
Springprüfung Klasse L (Ehrenpreis des Rhein-Sieg-Kreises): 1. W. Ottweiler, 2. G. Siemonsmeier, 3. B. Schneider.
Springprüfung Klasse A: 1. G. Siemonsmeier, 2. Klaus Thelen, 3. Frl. Grovert.
Geländeritt Klasse A, Abteilung A: 1. H. Niggemann, 2. G. Siemonsmeier, 3. Friedhelm Reuther, Peter Heuwagen und G. Siemonsmeier.
Abteilung B: 1. F. Ullrich, 2. A. Wacker, 3. W. Stollenwerk.
Die Vielseitigkeitswertung Klasse A gewann: H. Niggemann vor D. Sehamor und J. Marmon.
Auch bei der Jugendreiterprüfung gab es zwei Abteilungen.
In der Abteilung A siegten: F. Ullrich, B. Blum und M. Höfer-Janker und in der Abteilung B: M. Eubel, K. Karnatz und J. Giessen.
Die besondere Stärke des gastgebenden Reitclubs Tannenhof lag ganz offensichtlich in der Dressur, wo sich eine Reihe seiner Pferde und Reiter dank ihres Reitlehrers Günther Rüb hervorragend placieren konnten. Auch von den teils jugendlichen Reitern wurden beachtliche Dressurleistungen gezeigt. Beim abendlichen Reiterball im Tannenhof wurden die Reiter gebührend gefeiert. St.
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