Aufnahme: 1968
Närrischer Oberhau
Bei der Prunksitzung der KG „Spitz paß op" im vollbesetzten Narrentempel "Jäger" übernahm Prinz Helmut I. aus dem Hause „derer von Alda" mit seiner Prinzessin Anette I. die Regierungsgewalt bis zum Aschermittwoch über den jecken Staat „ Vom Ovverhau". Präsident Karl Hofmann übernahm die Einführung des neuen Prinzenpaares. Er machte dies gekonnt und wortreich, wie er überhaupt diese Prunksitzung in seiner einmaligen Art über die Runden brachte. Das Prinzenpaar, angeführt vom Fanfarenkorps der Eudenbacher Feuerwehr, umwirbelt von den Rot-Weißen Fünkchen, hielt einen wahrhaft triumphalen Einzug. Das närrische Volk jubelte dem Prinzenpaar zu, wie selten zuvor, ein Zeichen für die große Beliebtheit der Tollitäten. Helmut I. „ein Mann aus dem Volke" verstand es aber auch mit wenigen Worten, in echtem "Ovverhauer Platt" seine Untertanen zu begeistern. „Maat öch vell Freud" war sein Motto und es ist anzunehmen, daß das lustige Völkchen in Eudenbach dieses Losungswort in der diesjährigen Saison wahr macht.
Auf der prächtig mit den Farben und Symbolen der KG geschmückten Bühne nahm dann das Herrscherpaar auf seinem Thron hinter dem Elferratstisch Platz. Beide Hoheiten strahlten ob der vielen Ovationen, zumal auch die Fünkchen einen besonders schönen Tanz „aufs Parkett" gelegt hatten. Hier zeigte es sich wieder einmal, was Hilde Röttgen als Betreuerin der Fünkchen für die Eudenbacher wert ist. Als das amtierende neue Mariechen, Renate Elsholz, wegen Erkrankung kurzfristig absagen mußte, holte Hilde Röttgen kurz entschlossen Annegret Fuhr „als Ersatz“.
Erstaunlich ist, was guter Wille und Begeisterung zu schaffen in der Lage sind, denn Annegret machte ihre Sache so vorzüglich, als wenn sie nur als Tanzmariechen tätig sei. Sie wurde dabei von dem neuen Tanzoffizier Willi Weber prächtig unterstützt.
Prinz Helmut dekorierte namhafte Kämpfer „in Sachen Karneval" mit seinem prächtigen Prinzenorden. So wurden neben Hilde Röttgen und der Präsidentin des Damenelferrates Käthe Quirrenbach noch Willi Gewildat, Johannes Homscheid, Helmut Maseck und Karl Hofmann unter dem Jubel der närrischen Untertanen ausgezeichnet. In der Bütt gefielen mit ihren Vorträgen Heinz Knüttgen, Heinz Mahsbach, Hans Hiltafski aus Thomasberg und die Bonner „Drei Vagabunden". Auch die Eitorfer Stadtsoldaten weilten zu Gast.
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