Aufnahme: 1958
Theaterstück "Hinkehahns Hochzeit"
Am 26.9.1958 wurde im Saal von Müllers Marie anlässlich der Goldhochzeit von Heinrich Limbach (nach seinem Vater Gerhard „Grätes“ genannt) und seiner Frau Elisabeth geborene Müller der Schwank „Herrn Hinkehahns Hochzeit“, ein heiterer, ländlicher Schwank nach altdeutschen Motiven von Oskar Seidat aufgeführt.
Mitwirkende waren Alfons Wegen als alternder, gebrechlicher, Gicht geplagter Hinkehahn, von törichter Leidenschaft getrieben, zum Schluß aber resignierend zusammenklappend in der Erkenntnis, dass ihm das Leben nichts Beglückendes mehr zu schenken vermag. Er merkt zu spät, dass er von allen belogen und betrogen und auch von seiner Braut hintergangen wird, als diese mit Plumphase anbändelt.
Die weiteren Mitwirkenden: Peter, sein gütiger, kluger Sohn, Hans, sein liebenswerter, aber unzuverlässiger Diener, Marie vom langen Markte als Hinkehahns viel zu junge Auserwählte, ein sanftes, aber stilles Wässerchen, aber geldgierig, die spießigen, aufs Erben bedachten Brauteltern, der angeberische, aber dumme und feige Naturbursche Plumphase. Dazu der neugierige, warnende und sich nicht nur aus nachbarschaftlicher Liebe einschaltende Nachbar, der strenge pedantische Amtmann und der joviale, derb-entschiedene Pfarrer.
Alfons Wegen spielte den Hinkehahn, Maria Semmler seine Auserwählte, Elke und Reiner Wasserheß die Brauteltern, Josef Pavesitz den Plumphase, Paul Winterscheidt den Nachbar, Heinz Wicharz den Sohn Peter, Willi Winterscheidt den Diener Hans, Willi Dahs den Pfarrer.
Die Spielleitung oblag dem Lehrer Hanns Wald. Pfarrer Wichert war Gastgeber einer weiteren Aufführung des Theaterstückes im Oberpleiser Pfarrsaal.
Die Kulissen, das Bühnenbild und die Dekoration wurden erstellt von Heinz Wicharz und Paul Winterscheidt.
Des Hinkehahns Hochzeit
Ablauf des Stückes in zwei Akten
1.Akt
Der knapp 70 Jahre alte, kränkelnde Hinkehahn ist auf Freiersfüßen und erklärt seinem völlig überraschten Diener Hans, dass er die junge Marie heiraten werde und dass er alles für die morgige Hochzeit vorbereiten soll.
Die Brauteltern bringen Marie und reiben sich bereits hinterrücks die Hände über die erwartete spätere Erbschaft.
Sohn Peter kehrt nach sieben Jahren in der Fremde heim und zeigt sein Erstaunen über die vorgefundene Situation.
Plumphase, zerlumpt aus dem Krieg zurück, will im Hause Hinkehahn etwas Essbares stehlen, wird jedoch von Marie überrascht, die in ihm ihren früheren Verehrer wiedererkennt.
Hinkehahn kommt hinzu und will Plumphase mit dem Krückstock verprügeln.
Marie nimmt ihn jedoch in Schutz und stellt ihn als ihren Schwager vor.
Der Nachbar klagt dem Sohn Peter seine Sorge und Leid über das unpässliche Verhalten des alten Hinkehahn.
2. Akt
Das Fest steigt und die Hochzeit wird vollzogen.
Plumphase will erneut stehlen und nutzt das Fest um Hinkehahn um sein Geld zu erleichtern, wird jedoch von diesem überrascht. Diener Hans vermittelt.
Hinkehahn geht für acht Tage auf Reisen.
Plumphase und Marie vergnügen sich als Verliebte im Haus.
Hinkehahn kommt zurück und erfährt die Wahrheit über dieses Verhältnis und bekommt vor dem Haus einen Schlaganfall.
Plumphase und Marie freuen sich und machen sich über Hinkehahn lustig. Dieser aber erholt sich wieder, wird vom Nachbarn endgültig aufgeklärt und jagt Marie aus dem Haus. Marie will die Scheidung und das halbe Vermögen als Abfindung.
Amtmann und Pastor klären die rechtliche Seite und stimmen der Scheidung und der sofortigen Hochzeit des Potthase mit Marie zu.
Hinkehahn erkennt, dass er verloren hat und gibt seine Zustimmung und Segen dazu und sichert Marie ihr künftiges Auskommen.
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