Aufnahme: 1947
Fahnenweihfest des Junggesellenvereins „Pleistalfreude“ am 15. Juni 1947
„Fahnenweihe ist die Enthüllung des äußerlich sichtbaren Symbol eines Vereins der Öffentlichkeit gegenüber. Es ist somit ein Festtag für alle die sich mit dieser Fahne verbunden fühlen. In diesem Sinne wurde auch unser Fahnenweihfest zu einem unvergesslichen Tag, an dessen Stunden sich jeder gerne zurück erinnert. Um schriftlich für spätere Zeiten den Verlauf dieser Weihe festzuhalten, muß man dieses Fest in zwei Hauptteile niederlegen und zwar die kirchliche und weltliche Feier.
1. Teil: Kirchliche Weihe der Fahne
Um 7 Uhr trafen sich wie vereinbart alle Junggesellen am Vereinslokal. Man sah erstaunte Gesichter über die tadellose Uniform unseres Fähnrichs Peter Krämer. Nachdem unser Vorsitzender, die zwei Fahnenoffiziere und der Fähnrich ihre Schärgen angelegt hatten, ging man geschlossen zur Kapelle. Hier fand die kirchliche Weihe statt, kurz vor der 1. hl. Messe. Nachdem der anwesende Pater einige hierzu passende Worte an alle richtete und den Sinn und Zweck dieser Weihe der Junggesellenfahne klar zum Ausdruck brachte, segnete er die Fahne.
Die nun anschließend folgende Messe war zu Ehren der Verstorbenen, Vermißten und Gefallenen des Vereins. Es war ein feierliches Hochamt unter Mitwirkung des Kirchenchores. Die Gefallenenehrung, welche im Anschluß an den Gottesdienst am Ehrenmal stattfand, wurde leider durch heftige Regenschauern sehr stark beeinträchtigt. Nach dem Vortrag eines Gedichtes hielt unser Präsident eine kurze Ansprache. Im Anschluß daran fand die Kranzniederlegung statt. Freundlicher Weise hatte sich der Kirchenchor zu einem Liedvortrag bereit erklärt: „Wie sie so sanft ruhen“. Und somit fand die kirchliche Feier trotz Regen einen würdigen Abschluß.“
Etwas zu ergänzen?
Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.