Aufnahme: 1925 (ca.)
Festgesellschaft vor dem Denkmal in Sand
Den Anlass des Festes kennen wir nicht; es spielt aber die gleiche Blaskapelle wie beim Sommerfest 1925 in Berghausen, siehe unten.
Das Kriegerehrenmal wurde im Jahre 1921 erbaut, siehe Text zu dem Foto "Kriegerehrenmal Sand" (Link unten).
Kriegerdenkmal renoviert (1972)
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
In frischen Farben zeigt sich seit kurzem das Kriegerdenkmal an der Straße zwischen Frohnhardt und Sand. Zwei neue Bänke laden die Spaziergänger zu einer kleinen Rast ein. Der Bürgerverein Königswinter-Ost hat sich unter anderem auch die Pflege und die Instandhaltung dieses Denkmals zu seinem Anliegen gemacht. Wenn auch alle Arbeiten in der Freizeit ehrenamtlich von Mitgliedern des Bürgervereins durchgeführt wurden, so waren doch finanzielle Mittel erforderlich. Die Bürger aller umliegenden Ortschaften haben in einer großzügigen Spendenaktion so reichlich gestiftet, daß sogar eine Denkmalsrücklage gebildet werden konnte. Mit Stolz konnte der Bürgerverein an Spenden DM 650,— einnehmen. Neben den zwei neuen Bänken am Denkmal wurden weitere vier Bänke in Eigenarbeit hergestellt und an schönen Aussichtsplätzen aufgestellt. Für fünf Bänke stellte die Stadt Königswinter die Kunststofflatten. An allen Bänken wurden Papierkörbe aufgestellt, die ebenfalls die Stadt zur Verfügung stellte.
Der Bürgerverein ist erst zehn Monate alt und hat schon 120 Mitglieder. Der Vorstand des Bürgervereins ist rege. Mit vielen Behörden wurde verhandelt, wenn auch nicht immer positive Ergebnisse zu verzeichnen waren. Mit wenig Erfolg wurden vor kurzem mit Vertretern der Fraktionen im Stadtrat wegen der fehlenden Straßenbeleuchtung Verhandlungen geführt. Unmissverständlich wurde diesen Herren erklärt, dass durch die fehlende Straßenbeleuchtung die Fußgänger gefährdet seien. Hinzu käme, dass viele enge Straßen keinen Gehweg und dazu noch unverrohrte Seitengräben haben. Der Bürgerverein wies die Ratsfraktionen besonders auf die Gefahr für die Schulkinder hin. Die Bürger der „dunklen" Ortschaften wollen es nicht einsehen, dass gerade bei ihnen an der Sicherheit gespart würde, Sämtliche Argumentationen von Seiten der Ratsherren bezüglich der Finanzknappheit konnten vom Bürgerverein nicht akzeptiert werden.
Der Vorstand des Bürgervereins und viele seiner Mitglieder sind der Meinung, dass bei der Stadtverwaltung in vielen Fällen Geld für Nebensächlichkeiten ausgegeben würde. Während der Fraktionsführer der UBG, Koll, den Argumentationen des Vorstandes folgte und für eine sofortige, wenn auch provisorischen Lösung plädierte, konnten die Vertreter der CDU und der SPD für 1972 keine Zusage machen. Sie versprachen aber, dass im Jahre 1973 wenigstens die Hauptstraße durch Sand beleuchtet werden soll. Alle Bürger sind eingeladen, ihre Fragen und Probleme bei einem Podiumsgespräch mit den Vertretern der Fraktionen und der Stadtverwaltung im Herbst vorzubringen. Der Termin wird noch bekannt gegeben. St.
Zur Geschichte des Kriegerdenkmals
Kurz nach Beendigung des 1. Weltkrieges, traten die wenigen gesund in die Heimat zurückgekehrten Mitglieder des Männer-Gesang-Vereins Sand, zu einer Neugründung zusammen. Unter dem Vorsitzenden, Matthias Stockhausen, gewann der Verein bald wieder neue Freunde des Gesanges und die Proben konnten beginnen. Matthias Stockhausen und der damalige Lehrer Pelzer, an der Sandscheider Schule, machten eines Tages den Vorschlag, den gefallenen Kriegern des 1. Weltkrieges ein Denkmal zu errichten. Diesen Gedanken nahmen auch die Bürger der Orte: Bennerscheid, Frohnhardt, Pützstück, Rübhausen, Sand und Waschpohl, freudig auf. Alsbald wurde ein Denkmal-Ausschuss gebildet und eine rege Sammeltätigkeit innerhalb der Bevölkerung setzte ein. Im Jahre 1920 war der Fonds soweit angewachsen, dass man an die Aufstellung des Denkmals denken konnte. Als Standort wählte man einen Platz „Auf der Heide", da, wo sich die Wege von Rübhausen nach Sandscheid und von Sand nach Oberpleis, kreuzen.
Das eigentliche Denkmal wurde aus rotem Sandstein erbaut, umgeben von Basaltsäulen aus dem nahen Wiersberg. In den oberen Teil des Denkmals wurden die Namen der Gefallenen eingemeißelt. Um das Mahnmal und die Anlagen vor Verschandelung zu schützen, hat man sie mit einem Eisengitter eingefasst. Hauptlehrer Schonauer würdigt im Katholischen Kirchenblatt für die Pfarrgemeinde Oberpleis, Ausgabe Nr. 11 vom 17. März 1929, aus dem wir auch die vorangegangenen Daten zitierten, die Verdienste des Männergesangvereins Sand und die Bewohner der vorgenannten Orte. Er schreibt: „Was man hier geschaffen hat, dient zur Nacheiferung. Es kommt nicht auf die Schönheit eines solchen Denkmals an, sondern auf die Gesinnung, durch welches ein solches zu Stande kommt. Es ist das erste Denkmal dieser Art in der Gemeinde Oberpleis. Hier zeigt sich ein heimatliches Zusammenwirken, ein ausgeprägter Gemeinsinn, der allen zu empfehlen ist." Wi
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