Aufnahme: 1925

Berghausen - Ehemalige Bauernhöfe als Vollerwerbsbetriebe

So wie Handel, Handwerk und Gewerbe im Ort Berghausen nach dem 2. Weltkrieg überwiegend aufgegeben wurden, sind auch landwirtschaftliche Höfe aus dem Dorfbild verschwunden, die hier der Erinnerung halber aufgeführt und beschrieben sind.

Als da waren die Höfe:

Wasserheß Wilhelm Friedrich, (Fritz) * 1884 + 1968 und  Ehefrau Johanna Franzisky Antony führten einen alteingesessenen Bauernhof in Berghausen. Die Voreigentümer Wasserheß sind zurückzuführen bis auf den 1796 in Atscheid/Uckerath geborenen Johann Wilhelm, der durch Heirat der Anna Maria Schmitz aus Berghausen *1799  1817 deren elterlichen (Schmitz)-Hof übernahm (?) oder einen neuen links der heute „Auf den Steinen“ genannten Straße“ errichtete.

Letzter praktizierender Landwirt war der Sohn von Fritz Wasserheß, Anton (Toni) Wasserheß, verheiratet mit Christine Faßbender aus Wellesberg, der insbesondere einen Brennholzhandel betrieb. (DS 6215 Goldene Hochzeit)

Schleifer Alois, stammte aus Füssenich, wo er 1893 geboren wurde. Mit seiner aus Erftstadt stammenden Frau Agnes Breuer kam er im Jahre 1930 nach Berghausen und übernahm dort als Pächter einen Bauernhof, "Vendelhof" genannt im Bereich „auf den Steinen“. Er starb 1944 durch einen Traktorunfall. Der Hof wurde dann fortgeführt von Sohn Peter (DS 1409 Erntewagen 1952 mit Lanz Bulldog und Peter als Tranktorfahrer).
Peter Schleifer war Eigentümer einer Dreschmaschine, (DS 1720) die von seinem Lanz angetrieben „auf den Steinen“ für mehrere Landwirte und Kleinbauern im Lohnbetrieb zur Verfügung gestellt wurde.

Voreigentürmer des Grundvermögens waren der 1865 in Uckerath geborene Heinrch Josef Vendel, und Ehefrau Katharina Limbach, geb. 1869 in Berghausen, die den Hof von ihren Eltern Peter Limbach (1842-1915) und  Anna Margarethe Willmeroth übernommen hatte.

Mit Peter Schleifer endete die Nutzung des Hofes als landwirtschaftliche Betriebsstätte.

Bernhards-Mattes-Hof
Klein Matthias (Spitzname Bernhards Mattes) * 1907, + 1989, betrieb den Bauernhof auf der Wegenstraße, links vor dem Blesberganstieg (heute Berghausener Straße) nach der  Heirat i.J 1933 zusammen mit seiner Frau Agnes Ludwig * 1907 + 1980, jedoch ohne männliche Nachfolger. (Datensatz 2736 Pferd im Krieg requiriert bzw. neu erworben)
Der Spitzname ist zurückzuführen auf den ersten Hofbetreiber oder gar Hoferrichter (?)
(Bernhard Klein geb. 1831 in Berghausen, der 1864 die aus Willmeroth stammende Anna Maria Brabender ehelichte.
Das in Fachwerk errichtete Wohngebäude ist noch vorhanden.

Müller Wilhelm * 1904  + betrieb auf dem Arreal hinter der Gaststätte „Müllers Marie“ einen Bauerhof. In Kriegszeiten 1939-1945 vermißt, und ohne männlichen Nachkommen, wurde der Hof von seinem Großknecht Heinrich Reuter im Auftrag der Witwe Maria geb. Wilsberg aus Oberplag (*1909 +1992) bis in die 1950-er Jahre weitergeführt und dann stillgelegt.
(DS 1345 Müllers Ochse in  Aktion mit Knecht Heinrich Reuter)
Über die Gründung des bäuerlichen Anwesens ist aus den Kirchenbüchern leider nichts abzuleiten.

Olbert Georg (Schorsch) * 1920 + 2000, (DS 1423 mit Pferd und Balkenmäher dargestellt), (DS 2625 i.J. 1950 als Kutscher mit den Dorfschönen) betrieb gegenüber der Gaststätte „Müllers Marie“ in der Pützgasse (heute Sandscheider Straße) einen Vollerwerbsbauernhof.

Den Bauernhof hat vermutlich Georgs Vater (*1886 +1939), der ebenfalls Georg hieß und mit Gertrud Klein (*1889+1978) aus Berghausen verheiratet war,  gegründet, da er in den Kirchenbüchern erstmals als „Ackerer“ benannt ist und frühere Vorfahren, die bis Anfang 1700 in Berghausen wohnhaft rückverfolgbar sind und beruflich als Leineweber bis Dienstknecht tätig waren.

Sollte jemand weitere Daten und Kenntnisse zu diesen Bauernhöfen beisteuern können, würden wir uns freuen.

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Mehr Information – siehe Links unten.

Quelle
Ansichtskarte Fotograf unbekannt
Zur Verfügung gestellt von
Text: Paul Winterscheidt Zum Hedehof - Zum Bild und Text im
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