20 Jahre Bockerother „Sternschnuppen"

20 Jahre Bockerother „Sternschnuppen"

In der Karnevalssession 1959/60 wurde der Grundstein für das Tanzkorps „Sternschnuppen Blau-Weiß" gelegt. Die Idee dazu kam auf einem Gruppenabend der Bockerother Jugend. Die Initiatoren ließen sich dabei von dem Gedanken leiten, die Freude am Karneval weiterzugeben und erschlossen sich dabei die Möglichkeit einer aktiven Beteiligung. Unter der idealistischen Betreuung von Rudi Schäfer bildeten Hildegard Brengmann, Franziska Zavelberg, Klara Zavelberg, Rosemarie Lütz, Rita Otto, Annemarie Müller, Marianne Kirfel und Fredi Pütz das erste Tanzkorps. In Ermangelung eines geeigneten Ortes fanden die ersten Trainingsstunden im Wohnzimmer der Familie Zavelberg statt, was zuvor zu einer Räumungsaktion führte, um das Mobiliar zu schonen.

Doch gleichzeitig mit der Freude am Tanzen stellte sich die Frage nach geeigneten Uniformen und der finanziellen Abdeckung. Durch eine Dorfsammlung des Tanzkorps Sternschnuppen wurde der erste Grundstock gelegt und der Sportverein HSV Bockeroth erklärte sich bereit, die Trägerschaft zu übernehmen. Zur Auflage wurde jedoch gemacht, daß das Tanzkorps für mindestens drei Jahre zusammenbleibt und sich bereit erklären mußte, bei Veranstaltungen in Bockeroth und Umgebung zu tanzen. Nachdem durch diese beiden Fakten sowie eine zusätzliche Spende des Wirtes Michael Lehmacher, der für die Kosten der Stiefel aufkam, die finanzielle Seite geklärt wurde, begann man bei Klara geborene Zavelberg, die Uniform zu schneidern.

Die vielen Stunden der Arbeit hatten Erfolg, 1960/61 gab es die ersten Auftritte in der neuen Uniform. Der erste Höhepunkt war ein Auftritt im Café Christel in Siegburg-Kaldauen. Es folgten Auftritte im Austausch auf Sitzungen in der näheren Umgebung von Bockeroth. Getanzt wurde in dieser Zeit zu den Märschen „Alte Kameraden" und „Fliegermarsch". Im Laufe der Jahre ging die Trägerschaft vom Sportverein auf den Festausschuß über.

1971 entschloß man sich dazu, neue Uniformen zu schneidern, nachdem die alten elf Jahre getragen worden waren. In tagelanger Arbeit schneiderte Resi Jonas die neuen Uniformen. Viele Jahre war Rudi Schäfer Trainer und Betreuer. Nach einer Neuorientierung übernahm Resi Jonas die Betreuung und die Ballettmeisterin Anke Höfgen die Trainingsarbeit. Die musikalische Betreuung übernahm Konrad Solscheid. 1973 bestand das Korps nach der Umorganisation aus: Angelika Kasper, Angelika Polak, Birgit Seifert, Katharina Wicharz, Gisela Köchner, Regine Hochstätter, Dagmar Tonski, Elisabeth Henseler, Dorothea Höngen, Maria Wicharz und als Tanzoffiziere Rudolf und Georg Schöning.

Einer der vielen Erfolge des Korps war der Auftritt bei einer Veranstaltung zu Gunsten der „Aktion Sorgenkind" in Bad Godesberg am 18. Januar 1976. Dabei wurden zwei Pokale gewonnen. Ein Jahr später: 1977, ein weiterer Meilenstein in der Geschichte des Tanzkorps: Das Tanzturnier in Siegburg. Zum ersten Male konnten die Mädchen das „berühmte Treppchen"ersteigen. Ein zweiter Platz löste Jubel unter den Mädchen aus.

1978: Man trennte sich vom Festausschuß und stellte sich fortan auf eigene Füße. Nach vielen Jahren der harten und mit Energie und Ausdauer betriebenen Aufbauarbeit gönnte man sich eine Reise nach Berlin. Auch nahm man die Einladung einer Reisegesellschaft nach Oberstdorf an. Weiterhin konnte im Jubiläumsjahr der Kostümfundus um neue Folklore-Kleider sowie Stiefel in den Farben Weiß und Gold erweitert werden, gst.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 6 vom 08.02.1980; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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Aus den Dörfern ringsum Karneval Presseberichte Presseberichte 1 (bis 1989)
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