Aufnahme: 1998
Gespenstische Szene beim nächtlichen Brand der Möbelfabrik Brune
Millionenschaden durch Brand bei der Möbelfabrik Brune
"st. Ein Raub der Flammen wurde in der Nacht zum Montag die Produktionsstätte der Oberpleiser Möbelfabrik Brune. Sämtliche Maschinen fielen den meterhohen Flammen zum Opfer. Die Ursache des Brandes, der gegen 23 Uhr ausbrach, ist noch unbekannt. Die Kripo hat die Ermittlungen aufgenommen und das Brandgelände hermetisch abgeriegelt. Neben einem technischen Defekt wird auch Brandstiftung nicht ausgeschlossen. Als wenige Minuten nach der Alarmierung die Feuerwehr am Brandherd eintraf - es waren die Löschzüge Uthweiler, Bockeroth, Eudenbach und Ittenbach - stand die Halle bereits in hellen Flammen.
Die Leiter der einzelnen Löschgruppen sahen sofort, dass Verstärkung gebraucht wurde und alarmierten die übrigen Königswinterer Löschzüge und darüber hinaus die Uckerather Wehr mit 2000 Meter Schlauchmaterial. Das Wasser wurde aus sämtlichen umliegenden Hydranten entnommen, aus dem vorbeifließenden Bach und sogar aus dem Oberpleiser Schwimmbad. Drei Messungen untersuchten die Luft nach Schadstoffen, konnten aber dank des windstillen Wetters keine Gefährdung der Bevölkerung feststellen.
Bei den Löscharbeiten wurde ein Feuerwehrmann verletzt. Insgesamt waren 192 Feuerwehrleute im Einsatz. Sie mussten sich schließlich auf die Rettung der parallel verlaufenden Halle und des Bürogebäudes beschränken. Wie verlautete, ist der Brand wohl im sogenannten Späneturm ausgebrochen. Feuerwehrleute und Anwohner äußerten gegenüber der Presse: 'So ein gewaltiges Feuer haben wir noch nicht erlebt.' Der Schaden beträgt nach ersten Schätzungen mehrere Millionen DM."
Als der Brand ausbrach, befand sich der Besitzer der Möbelfabrik auf einer Karnevalssitzung in Köln.
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