Aufnahme: 1998

Brand in der Möbelfabrik Brune in Oberpleis

Brune: Produktion geht weiter Neubau Ende des Jahres

"st. Wolfgang Brune ist weiterhin an seinem Arbeitsplatz in der Firma. Er hat sich nicht nach Spanien oder Ungarn abgesetzt, wie es gerüchteweise in Oberpleis zu hören war. Er gab jetzt gegenüber der Presse eine Erklärung ab zu dem verheerenden Brand in der Oberpleiser Möbelfabrik Heinrich Brune GmbH. & Co., dem in der vergangenen Woche die gesamte Massivholzproduktion zum Opfer gefallen war. Nach Angaben des Firmenchefs Wolfgang Brune, der Staatsanwaltschaft, der Polizei und der Feuerwehr ist das Feuer nicht auf Brandstiftung zurückzuführen. Dafür liegen keine Anzeichen vor. Alles deutet auf einen technischen Defekt hin. Brune attestierte der Feuerwehr einen großartigen Einsatz und eine Vielzahl der Mitarbeiter habe in der Brandnacht durch ihre Hilfe eine starke Verbunden-heit zum Unternehmen demonstriert. Entgegen der ersten Annahme läuft die Produktion uneingeschränkt weiter, da freie Kapazitäten im Werk II im Gewerbegebiet Wahlfeld und in den beiden Werken in Sachsen-Anhalt genutzt werden können.

Von der insgesamt 28000 qm umfassenden Produktionsfläche der Unternehmensgruppe Brune sind durch den Großbrand nur rund zehn Prozent betroffen. Der geschäftsführende Gesellschafter Wolfgang Brune kann Kunden und Lieferanten beruhigen: Sämtliche Liefertermine können weitgehendst eingehalten werden. Nach Angaben der Geschäftsleitung bewiesen Kunden, Lieferanten und auch Konkurrenzunternehmen Solidarität. In Kürze gehen die Ausschreibungen an Abbruchfirmen heraus. Wolfgang Brune rechnet mit einer Abbruchzeit von etwa sechs Wochen. Er ist optimistisch: 'Nach Beginn des Wiederaufbaues steht in acht Monaten die Halle wieder komplett'. Planerisch wird die Stadt Königswinter die Firma unterstützen. Dies versprachen bei einer Besichtigung des Werkes Stadt-direktor Heinz-Martin Bernert und sein Vize Herbert Losem.

Inzwischen ist die Brandstelle von der Staatsanwaltschaft und der Kripo wieder freigegeben. Die Belegschaft hat ihre Hilfe auch zugesagt. Sie will, wenn erforderlich, von der 35-Stundenwoche montags bis donnerstags abrücken und auch freitags und samstags arbeiten. Die Möbelfabrik Heinrich Brune besteht seit 1945. Sie ist führender Hersteller von Sitzmöbel und Tischen für Objektbereiche. Die Firma hat etwa 300 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen in Deutschland. Von dem Brand sind etwa 20 Mitarbeiter unmittelbar betroffen. Täglich werden etwa 800 Einheiten produziert."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 9 vom 26.02 1998
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Friedrich Müller
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