Aufnahme: 1998

Neue Fabrikationshalle bei Brune nach Brand in Betrieb genommen

"st. 630 Gäste, Mitarbeiter und Ehemalige sowie Freunde der Familie und der Firma hatte Wolfgang Brune eingeladen. Unter den Gästen befanden sich auch etwa 150 Feuerwehrleute aus der gesamten Stadt Königswinter. Grund: Die am 15. Februar vollständig zerstörte Betriebshalle wurde nach dem Wiederaufbau innerhalb von acht Monaten jetzt wieder ihrer Bestimmung übergeben. Wolfgang Brune dankte allen Helfern, auch den städtischen Bediensteten, die unbüro-kratisch und schnell alle Genehmigungen erteilten. An die Feuer-wehrleute gewandt meinte der Firmenchef, dass er sie eigentlich nicht mehr sehen wolle (natürlich bei der Brandbekämpfung); zum Feiern und zu Übungen seien sie aber jederzeit willkommen.

Architekt Klaus Hanquet aus Köln konnte es bei der Übergabe der Halle noch nicht verstehen, dass innerhalb eines Dreivierteljahres nach den Aufräumungsarbeiten nun bereits die neue Betriebsstätte stehe. Er überreichte Wolfgang Brune einen 'goldenen' Schlüssel zur Halle. Der Betriebsratsvorsitzende Günter Clauss bedankte sich dafür, dass nach dem Brand alle Arbeitsplätze erhalten wurden und überreichte der Familie Brune zwei Blumenangebinde. Bürgermeister Herbert Krämer meinte scherzhaft, nun habe Oberpleis neben einer neuen Produktionshalle auch eine Festhalle. Da Wolfgang Brune auch Karnevalist sei, könne die Halle auch zu entsprechenden Veranstaltungen freigegeben werden. Wolfgang Brune, der der Seniorchefin Paula Brune, seiner 84-jährigen Mutter, auch einen Blumenstrauß weiterreichte, hatte doppelten Grund zum Feiern, denn am Tage der Wiederinbetriebnahme der Fabrikationshalle beging er seinen
57. Geburtstag.

Das animierte die Besucher zu einem Geburtstagsständchen. Umrahmt wurde die Einweihungsfeier durch das Auelgauer Bläsercorps. Unter den Gästen befand sich auch der 93-jährige Josef Neuhöfer, Mitgründer der Firma, die auf einem Grundstück der Familie Neuhöfer erbaut wurde. Die Schadenshöhe nach dem Brand und der Vernichtung der gesamten Holzverarbeitung betrug etwa elf Millionen DM. Die zerstörte Produktionsfläche war 2000 qm groß. Der Neubau umfasst insgesamt 6000 qm, davon 5000 qm Produktionsfläche und 1000 qm für Sozialräume und Energieversorgung. 20 Handwerksbetriebe waren an dem Neubau beteiligt, der mit einer Sprinkleranlage ausgestattet ist. Es gibt eine automatische Lichtsteuerung für die Arbeitsplätze. In der neuen Halle wurden zusammengefasst: Holzlackierung, Näherei, Polsterei, Montage und Versand. Zur Erweiterung des Betriebsgeländes außerhalb der Produktionshallen waren umfangreiche Erdbewegungen nötig. Eine firmeneigene Löschwasserversorgung aus dem nahen Gewerbegebiet Ruttscheid befindet sich noch im Bau."

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 46 vom 12.11.1998
Zur Verfügung gestellt von
Friedrich Müller
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