Aufnahme: 1992
Eheleute Josef Vogt feiern ihre Goldhochzeit
Die Siebengebirgs-Zeitung berichtete:
„Me blieven en Plees"
st. „Me senn en Plees jeboren, me senn en Plees jedöf wudde, me senn en Plees en de Scholl jejange, me senn en Plees zur Kommunion jejange, me senn en Plees jetraut wudde on me blieven en Plees, he krett us keene Deuwel mie erus." So formulierte unserem Reporter gegenüber Gertrud Vogt, geb. Becker, die am 16. August zusammen mit ihrem Mann Josef das Fest der goldenen Hochzeit feiert, ihr Heimatverständnis. Die Eheleute Vogt wohnen in Oberpleis im Wiesengrund 2, wo sie 1953 ein Eigenheim bauten. Am 15. August 1942 fand die standesamtliche Trauung statt und am Tag darauf die kirchliche in der St.-Pankratius-Kirche. Jetzt ist das Dankamt in der Uthweiler Filialkirche am Sonntag, 16. August, um 11.30 Uhr.
Das Licht der Welt erblickte die Jubelbraut am 3. August 1922, und ihr Mann wurde auf Drei Könige (6. Dezember) des Jahres 1920 geboren. 1938 waren die beiden jungen Leute, die Nachbarskinder waren, Maikönigspaar von Oberpleis. Der Ehe entstammt eine Tochter, die den Eltern drei Enkel schenkte. Zur Goldhochzeit kann auch bereits ein Urenkel gratulieren. Der Goldbräutigam erlitt am zweiten Hochzeitstag, 16. August 1944, in Russland eine Verwundung, durch die er beide Füße verlor. Nach dem Kriege bekleidete er 25 Jahr das Amt des Fußballobmannes beim TuS 05 Oberpleis, wo er vor dem Krieg aktiv als Fußballer spielte.
Josef Vogt ist auch Mitgründer des VdK Oberpleis. Von 1956 bis 1976 fuhr er beruflich einen LKW für eine Baumschule. Seinen erlernten Beruf als Metzger konnte er infolge seiner Verwundung nicht mehr ausüben. Zur Feier der Goldhochzeit kommen zwei Schwestern von Gertrud Vogt aus England und eine Nichte von Josef Vogt aus San Franzisco. Die Feier der Dorfgemeinschaft findet am Samstag, 15. August, in der Aula des Schulzentrums statt. Zuvor wird das Jubelpaar an seinem Hause in einem Festzug abgeholt. Der Zug nimmt ab 18.30 Uhr folgenden Weg: Im Wiesengrund, Weilerweg bis zur Kreissparkasse und dann über die Dollendorfer Straße zur Aula.
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