Aufnahme: 1992

Schwelbrand zerstörte alte Scheune vor dem Kino

Ein Schwelbrand, ausgelöst durch einen Kurzschluss, zerstörte das gesamte Innengebälk und den Dachstuhl der alten Scheune vor dem Kinosaal. Das Gebäude musste abgerissen werden. Bevor Supermärkte und Discounter den Markt mit Obst und Gemüse überschwemmten,hatte in den 80er Jahren das Ehepaar Irene und Heinz Willi Dahmen darin einen Stand mit ausgewähltem Obst- und Gemüseangebot, der bei den Oberpleisern großen Anklang fand.

In den ersten Nachkriegsjahren diente die Scheune als Trainingsstätte der Turnabteilung des TuS 05 Oberpleis. Auf gestampftem Lehmboden brachte Josef Pütz der Nachwuchsriege Rolle vorwärts, Rad, Hand- und Kopfstand bei. Den Älteren standen sogar ein Reck und ein Barren zur Verfügung.

Ein Übergreifen des Feuers auf das angrenzende Kino konnte noch so gerade durch die Feuerwehr verhindert werden.

Bericht in der Siebengebirgs-Zeitung vom 12.11.1992.
Die Scheune am Oberpleiser Kino - Alarm für die Feuerwehr
st. „Das Oberpleiser Kino brennt." So lautete eine Alarmmeldung, die am Samstagabend gegen 20.40 Uhr bei der Feuerwehr und der Polizei einging. Da zu dieser Zeit eine Vorstellung  lief und man das Schlimmste befürchtete, wurden sogleich Notärzte, Rettungswagen und die Wehren aus Bockeroth, Uthweiler, Ittenbach, Oberdollendorf und der Altstadt alamiert, die in wenigen Minuten am Brandherd eintrafen. Dort stellte sich aber heraus, daß nicht das Kinogebäude brannte, sondern eine dem Lichtspieltheater vorgelagerte Scheune, die als Lagerschuppen dienend. Die wohl älteste Scheune von Oberpleis brannte lichterloh, der Dachstuhl war bereits eingestürzt. Den Feuerwehren gelang es jedoch schnell der Flammen Herr zu werden.

Wegen Einsturzgefahr sperrte die Feuerwehr den Bürgersteig ab. Die 36 Besucher des Kinos wurden über den Hinterausgang in Sicherheit gebracht. Eine Besucherin erlitt einen Schock. Schockiert über den Schaden ist auch  die über 80-jährige Besitzerin Emilie Bellinghausen, Witwe des weithin bekannten „Post-Mattes-Hein". Ein Angestellter des Kinos hatte den Brand bemerkt und die Besucher und die Nachbarschaft in Sicherheit gebracht. Die Schadenshöhe und -ursache ist nicht bekannt. Die Kripo untersucht. Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen, da vor Jahren schon mehrmals kleinere Brandanschläge auf das Kino erfolgten. Die Kinobesucher mögen sich zwecks Rückgabe des Geldes für die ausgefallene Vorstellung bei Pächter Ewald Ahr melden.

Zur Verfügung gestellt von
Fritz Karl Birkhäuser
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