Aufnahme: 1987

Goldene im Hause Mohr

gst. Bei einem Sängerfest in Oberpleis lernten sich Johann Mohr und Wilhelmine Derenbach kennen und lieben. Am 24. Juli feiern sie die 50. Wiederkehr ihre Hochzeitstages. Die Wiege des Goldbräutigams stand am 27. Mai 1901 in Hartenberg. Nach dem Schulbesuch erlernte er das Maurerhandwerk und machte sich schon in jungen Jahren (1932) selbständig und blieb dies bis zu seiner Pensionierung im Jahre 1966. Dann übergab er das Geschäft einem seiner Söhne, der es aber bald aufgab, um eine Tätigkeit bei der Kreisverwaltung anzunehmen. Ebenfalls am 27. Mai, aber acht Jahre später, kam Wilhelmine Derenbach in Boseroth zur Welt. Als Johann die Schule verließ, begann sie als i-Dötzchen.

Heute pflegt sie ihren kranken Mann, der an Rheuma leidet, das sich in der Kriegsgefangenschaft verschlimmerte und der durch ein Hüftleiden außerdem an den Rollstuhl gefesselt ist. Daher wurde auch der große Garten verkleinert, weil die Arbeit nicht mehr zu schaffen war. Wilhelmine Mohr liest gerne ein gutes Buch und bei schönem Wetter geht sie spazieren und nimmt da­ bei ihren Mann im Rollstuhl mit. Bereits seit 50 Jahren wohnt das Paar in der lttenbacher Straße 5 in Oberpleis. Bereits am Abend des 23. Juli gratuliert die Dorfgemeinschaft am Haus und anschließend bei einer Feier in der Aula. Das Dankamt wird in der Pankratiuskirche  am 24. Juli um 14.30 Uhr zelebriert. Danach findet die Gratulationscour im evangelischen Gemeindezentrum in Oberpleis statt.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 30 vom 23.07.1987; Foto und Text: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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