Aufnahme: 1983

Goldhochzeit im Hause Badeberg

Seit 1956 wohnen sie in ihrem schmucken Eigenheim In der Rosenau 14 in Oberpleis. Dort feiern am Freitag, dem 4. Februar, die Eheleute Alfred Badeberg und Gertrud Reichmann das Fest der goldenen Hochzeit.

Der Goldjubilar erblickte in Bochum-Werne am 30. September 1908 das Licht der Welt. Mit 13 1/2 Jahren verließ er die Volksschule und begann eine Lehre als Schornsteinfeger. Bei seinem Lehrherrn blieb er nach der Lehre noch einmal 3/12 Jahre als Geselle. Schon mit 23 Jahren legte er in Köln mit Erfolg die Meisterprüfung ab. An und für sich wollte er auf Wanderschaft, doch die endete bereits in Köln, da sich dort für ihn die Gelegenheit bot, eben die Meisterprüfung abzulegen. In der Domstadt lernte er auch seine Frau kennen. Ein Kollege lud ihn einmal zu sich nach Hause ein und dort traf er dessen Schwester. Da ein Schornsteinfeger bekanntlich Glück bringen soll, versprachen sie sich nach der Liebe auf den ersten Blick auch schnell die Ehe.

Am 1. Oktober 1946 übernahm Alfred Badeberg den Oberpleiser Bezirk als Schornsteinfegermeister. Am 1. April 1972 ließ er sich pensionieren und sein Sohn übernahm die Nachfolge.

Viele Jahrzehnte schob Goldhochzeiter Alfred Badeberg „eine ruhige Kugel", doch seine Kegelbrüder sind fast alle verstorben. Heute sind seine Hobbys das Rätsellösen und die Gartenarbeit.    ··

Die Wiege der Jubelbraut stand am 24. Juni 1908 in Oberhausen. Nach der Schulzeit half sie ihrem Vater in der elterlichen Kohlenhandlung als Bürokraft. Heute liest sie gerne und liebt die Handarbeit.

Von 1946 bis 1956 wohnte das Paar auf der Grengelsbitze und seit 26 Jahren nun in der Pleismetropole. In Köln lernte Alfred Badeberg den rheinischen Karneval kennen und seit Mitte Januar ist sein Heim karnevalistisch geschmückt. „Das mache ich schon seit Jahren", gesteht der Goldhochzeiter. Sohn, Schwiegertochter und Enkeltochter wohnen in Eisbach.

Die Dorfgemeinschaft Oberpleis ehrt das Jubelpaar am Festtage selbst mit einem Feuerwerk am Hause gegen 19.15 Uhr. Um 20 Uhr beginnt in der Aula ein Festprogramm mit Tanz.

Zum Fackelzug trifft sich die Dorfgemeinschaft an der Tiefgarage und der evangelischen Kirche am Freitag um 19 Uhr. gst.

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 5 vom 04.02.1983; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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