Aufnahme: 1978

Goldhochzeit im Hause Schwamborn

Heinrich Schwamborn war in seinen Junggesellenjahren ein sehr guter Laienschauspieler. Im Junggesellenverein Hoholz spielte er bei Theateraufführungen mit. Und eben in dieser Junggesellenvereinigung errang er als bester Fähnrich 1924 die Meisterschaft im Fähndelschwenken für den rechtsrheinischen Raum zwischen Beuel und Unkel. 15 Jahre gehörte er als Fähnrich dem Junggesellenverein an. Viele schöne Preise hat er bei zahlreichen Turnieren gewonnen. Die meisten Preise bestanden aus Haushaltsgegenständen, die er mit in die Ehe brachte. Mit seiner Frau Elli, geborene Buchholz, feier Heinrich Schwamborn am heutigen Freitag, 22. September, das Fest der goldenen Hochzeit. Heinrich und Elli kannten sich schon vom Kindesalter her. Sie waren Nachbarskinder. Der Goldhochzeiter erblickte am 6. Juli 1902 in Hoholz das Licht der Welt. Nach dem Schulbesuch erlernte er den Beruf eines Keramikers, den er bis zu seiner Pensionierung ausübte. Nach Tätigkeiten in der ehemaligen Geschoßfabrik in Siegburg folgten Jahre des beruflichen Wirkens bei den Servais-Werken in Hangelar als Laborant, bei einer Bonner Firma und ab 1931 im Kannebecker Land als Keramiker und Betriebsleiter bei der keramischen Firma Bay in Höhr-Grenzhausen. Vor zehn Jahren trat der Goldhochzeiter in den wohlverdienten Ruhestand.

Er verlegte seinen Wohn- und Altersruhesitz nach Oberpleis. Dort wohnt er nun in einem schmucken Haus „Auf der Probstbitze" 11. Nach der Pensionierung fand er auch die Zeit für einen Verein. Er gehört der Kolpingsfamilie an und ist seit zehn Jahren Elferratsmitglied der ihr angeschlossenen „Narrenzunft". Sein Hobby ist außerdem die Gartenarbeit. Auch wandert er gern noch in die nähere und weitere Umgebung. Elfi Schwamborn wurde am 26. Februar 1906 in Roleber geboren. Ihr Hobby ist heute das Nähen. Vor 50 Jahren wurde in der Bonner Remigiuskirche geheiratet, das Dankamt zur goldenen Hochzeit wird am Samstag, dem 23. September, 11 Uhr, in der Oberpleiser Pfarrkirche zelebriert. Danach wird das Mittagessen im "Tannenhof" eingenommen. Zur weiteren weltlichen Feier sind Verwandte und Bekannte am Nachmittag und am Abend im Hause des Goldhochzeitspaares eingeladen. Im Garten wurde ein Zelt aufgebaut. Der Ehe entstammt ein Sohn und 2 Töchter. Zu den Gratulanten am Festtage gehören auch drei Enkelkinder. Bereits am Vorabend fand am Hause des Jubelpaares eine Feierstunde der Ortsgemeinschaft statt. Die Vereine besuchten in einem Fackelzug das Paar und brachten ihre Glückwünsche vor. Die Karnevalisten waren sogar mit dem Funkenkorps gekommen. gst. 

Quelle
Siebengebirgs-Zeitung Nr. 38 vom 22.09.1978; Foto und Bericht: Günther Steeg
Zur Verfügung gestellt von
Rudolf Pieper (SZ)
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