Aufnahme: 1805

Detail der von Joann Jacob Schoogh, Priester in Oberpleis, um 1805 gezeichneten Karte des Jagdbezirks der ehemaligen Benediktinerpropstei Oberpleis

Kirchdorf Oberpleis

Dieser Kartenausschnitt zeigt, dass die alte Pfarrkirche schon aufgegeben war.

Im Reichsdeputationshauptschluss vom 25. Februar 1803 wurden Fürsten für verloren gegangene linksrheinische Gebiete, geistliche Territorien und Klosterbesitz übereignet.
Am 12. September 1803 hob der bergische Landesherr Kurfürst Maximilian Joseph die Benediktinerabtei Siegburg und auch deren Propstei Oberpleis auf. Der Siegburger Prior Alexander von Neumüller wurde mit der Auflösung der Propstei Oberpleis beauftragt.

Vor dem Landdinger von Blankenberg fand am 25. Februar 1804 in Oberpleis eine Gemeindeversammlung statt. Auf dieser Versammlung äußerten die Oberpleiser den Wunsch, der Kurfürst möge ihnen die durch die Säkularisierung in seinen Besitz übergegangene Propsteikirche überlassen, da die alte Pfarrkirche irreparabel sei. Am 9. April 1805 genehmigte die kurfürstliche Regierung die Überlassung der Propsteikirche der Pfarrei Oberpleis. Der Propsteikirche Oberpleis wurde das Schicksal der Abteikirche Heisterbach erspart. Die Zivilgemeinde Oberpleis kaufte die alte Pfarrkirche für 300 Reichstaler und ließ sie abbrechen. Bauplatz und Baumaterial waren Voraussetzung zum Bau eines ersten zivilen Schulgebäudes.

Quelle
Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland, RW Karten / RW Karten, Nr. 1264
Zur Verfügung gestellt von
Willi Joliet: Zeichnung und Text Karte des Jagdbezirks der ehemaligen Benediktinerpropstei Oberpleis, Teil 1 - Karte des Jagdbezirks der ehemaligen Benediktinerpropstei Oberpleis, Teil 2
Räume & Galerien
Dokumente Katholische Kirche Oberpleis Ortsgeschichte
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