Blankenbach – Uthweiler – Freckwinkel

Abgebildete Personen

Aufnahme: 1805

Blankenbach – Uthweiler – Freckwinkel

Detail der von Joann Jacob Schoogh, Priester in Oberpleis, um 1805 gezeichneten Karte des Jagdbezirks der ehemaligen Benediktinerpropstei Oberpleis.
Kartenmaße: Höhe 51 cm, Breite 130 cm.


Uthweiler gehört zum Königswinterer Stadtteil Oberpleis und zur Gemarkung Wahlfeld.
Das Dorf liegt inmitten des Pleiser Hügellandes, östlich des Siebengebirges, heute zu beiden Seiten des Pleisbaches.
Uthweiler wurde im Jahr 859 als Utwilere zum ersten Mal urkundlich erwähnt, als zwei Edelherren dem Stift St. Cassius in Bonn einen Hof im benachbarten Wahlfeld schenkten.
Die Gegend wurde im 8. Jahrhundert gerodet und landwirtschaftlich nutzbar gemacht. Neben der Landwirtschaft waren Steinbrüche am Buchholzer Berg und an der Uthweiler Hardt Haupterwerbsquelle. Weitere Erwerbsquellen boten die Braunkohlengrube ‚Satisfaktion‘ und einige kleine Tongruben. Der Kohleabbau endete 1860, die Steinbrüche wurden in den 1920er Jahren stillgelegt.
Baumschulen, vor allem im benachbarten Jüngsfeld, sorgten für wirtschaftlichen Aufschwung. Dieser wurde durch die seit dem Jahr 1893 verkehrende Kleinbahnlinie Niederpleis-Herresbach mit Personen- und Güterverkehr ermöglicht.
Bis in die 1950er Jahre blieb die Kleinbahn noch in Betrieb, bis sie durch Busverkehr ersetzt wurde. Im Bahnhofsgebäude, heute Wohnhaus, gab es auch eine Gaststube und mehrere Fremdenzimmer.
Freckwinkel gehört zum Königswinterer Stadtteil Stieldorf und zur Gemarkung Oelinghoven.
Der Ort wurde 1521 erstmals urkundlich erwähnt, bei der Vergabe eines Hofes als Lehen durch das Stift Vilich. Seit dieser Zeit läßt sich auch eine vom Düvelsarschbach betriebene Mühle nachweisen. Sie gehörte mit zugehöriger Landwirtschaft zum Rittersitz Elsfeld. Freckwinkel war nach Auflösung des Herzogtums Berg im Jahre 1806 Teil der Katastergemeinde Oelinghoven im Verwaltungsbezirk der Bürgermeisterei Oberpleis. Um diese Zeit wurde die Mühle von den Erben des Hofes Elsfeld an den Besitzer des Jonashofes in Freckwinkel verkauft. Sie brannte um 1868/69 ab und wurde nicht mehr aufgebaut.

Erinnerungen an ein Bähnchen - siehe Link unten.

Quelle
Blankenbach – Uthweiler – Freckwinkel
Zur Verfügung gestellt von
Willi Joliet: Zeichnung und Text Erinnerungen an ein Bähnchen
Räume & Galerien
Aus den Dörfern ringsum Dokumente Ortsgeschichte
Aufrufe
806

Etwas zu ergänzen?

Kennen Sie abgebildete Personen, das Jahr oder Hintergründe zu diesem Bild? Schicken Sie uns einen Hinweis – wir prüfen ihn und ergänzen das Objekt.