Aufnahme: 2001
Von der Ebernburg zur Diakonie
Mit 31 Getreuen ging Hany Kittelmann im August auf die achttägige Wanderfreizeit der evangelischen Kirchengemeinde nach Bad Münster am Stein. Nach einer Frühstückspause machten wir einen Zwischenstopp in Idstein. In der dortigen Unionskirche, eine gotische Basilika aus dem 14. Jahrhundert, mit vielen schönen Wand- und Deckenmalereien, nahmen wir teil an einem Gottesdienst mit Traufen und Vorstellung der Konfirmanden sowie der Band David e. V., einer aus jungen Erwachsenen bestehenden Sacro-Pop-Band, die 1985 aus einer Firmgruppe entstanden ist und Musik sehr ansprechende spielte. Anschließend wurde und die Geschichte dieser Kirche vorgetragen.
Am späten Nachmittag kamen wir an unserem Ziel an, der Ebernburg oberhalb von Bad Münster am Stein. Die Burg ist eine evangelische Familienferien- und Bildungsstätte. Und warum heißt sie Ebernburg? Vor vielen, vielen Jahren wurde die Burg von Feinden belagert. Als die Belagerten keine Nahrung mehr hatten und kurz vor dem Verhungern waren, holten sie den letzten Eber hinaus auf den Burgplatz und traktierten das Tier so, dass es laut quietschte und schrie. Diese Prozedur wiederholten sie mehrere Tage, sodass die Belagerer der Meinung waren, die Burgbewohner hätten immer noch genug zu essen und schließlich wieder abzogen.
Die folgenden Tage waren mit vielerlei Aktivitäten ausgefüllt: Wir stiegen zur Burgmine am Rheingrafenstein hinauf, gelegen auf dem Wahrzeichen von Bad Münster am Stein, einem markanten Felsen, von wo man einen herrlichen Ausblick hat. Auch eine schöne Wanderung zur Altenbauernburg wurde unternommen.
Ein Besuch in Idar-Oberstein war selbstverständlich, wo so mancher von uns einige Märker ließ. An einem Tag wurden zwei Wanderungen unternommen. Außerdem besichtigen wir Bad Münster und auch Bad Kreuznach. In Bad Kreuznach hatten wir auch eine Führung durch das Diakonie-Mutter-Haus. Die Diakonie wurde 1898 in Bad Sobernheim gegründet, später erfolgte der Umzug nach Bad Kreuznach. In ihrer Blütezeit hatte die Diakonie 350 - 400 Diakonissen, die weltweit eingesetzt waren. Heute sind es noch 50, die meisten von ihnen verbringen ihren Lebensabend hier. Bevor wir die Rückreise nach Oberpleis antraten, nahmen wir noch an einem Gottesdienst in der Kapelle der Kreuznacher Diakonie teil.
Wir waren wieder eine verschworene und fröhliche Gruppe, die sich verstand und viel Spaß hatte. Wir trafen uns auch mit einer ebenfalls dort anwesenden anderen Gruppe zum gemeinsamen Singen. Das Wetter war sehr warm, die Unterkunft o.k. und die Verpflegung gut, mithin war es wieder eine gelungene Freizeit.
Margit Fliermann
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