Aufnahme: 2000
Wandern im Teutoburger Wald
Los ging's am 2. September per Bus. Nach kurzer Andacht in der Kirche startete der Wanderkreis der ev. Kirchengemeinde in Richtung Leopoldstal und machte unterwegs in Paderborn halt. Wir besichtigten den Dom und die historische Altstadt. Sehr beeindruckend waren die vielen Wasserläufe mit schönen Spiegelungen der an den Ufern wachsenden Pflanzen und Bäume. Neun solcher Wasserläufe lassen die Pader entstehen. Dann ging's weiter nach Leopoldstal zum Gästehaus "Blumengarten" für eine Woche. Am Sonntag nahmen wir an einem Zeltgottesdienst teil, der von einer Gospelsong spielenden Big Band verschönert wurde. Anschließend wanderten wir zur "Silbermühle", die schon lange zu einem rustikalen Restaurant umgebaut ist. Am Montag wanderten wir zu den Externsteinen, einer alten germanischen Kultstätte, heute auch Kultstätte von schwarzen Messen usw. Aber davon sahen wir nichts, wir freuten uns über die Schönheit der Steine und Umgebung. Anschließend besichtigten wir das Hermannsdenkmal. Der Dienstag war mit einer Fahrt nach Hameln mit Stadtführung ausgefüllt. Schöne Fachwerkhäuser und "Weserrenaissance"-Gebäude und auch die Geschichten, die der Stadtführer erzählte, erfreuten uns.
Für Mittwoch war eine lange, schöne Wanderung nach Altenbeken angesagt. Aber wo geht's nach Altenbeken? Da, da, da oder da lang? Schließlich haben wir doch den Weg dahin gefunden, und Adolf brachte uns mit dem Bus zurück zur Herberge. Der Donnerstag war der Stadt Lemgo gewidmet. Liebevoll wurden wir von einem ehemaligen Lehrer durch die historische Altstadt geführt: alte Wälle, Fachwerkhäuser mit wunderschönen Schnitzereien, Schloss Brake mit Weserrenaissance-Museum bekamen wir zu sehen. Sehr schöne Eindrücke haben wir mitgenommen. Der letzte Tag war noch ein Wandertag: von Leopoldstal nach Horn. Wunderschön am Waldrand zu gehen, kleine Ortschaften zu streifen, den Vorherbst zu empfinden, aber auch das Glückliche und die Zufriedenheit in der Gemeinschaft gefunden zu haben, darüber sprachen wir Alleinlebenden. Horn, eine Kleinstadt mit alten, wunderschönen Fachwerkbauernhäusern, die zum großen Teil sehr gut restauriert waren, erfreuten uns. Abends haben wir manchmal gesungen, etwas getanzt, gespielt. Adolf, unser freundlicher Fahrer, hatte sein Akkordeon dabei und "spielte auf'. Er hat sehr zu unserem Wohlbefinden beigetragen, uns mit seinen Sprüchen erfreut und erheitert! Der Samstag führte uns zu rück nach Oberpleis in den Alltag, für viele war der Abschied traurig. Suchen wir die Gemeinschaft!
Rosemarie Ehrlich-Kloppenburg
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